Startschuss für Mietwohnprojekt in Neuenburg

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 21. August 2015

Neuenburg

Fertigstellung 2017 geplant.

NEUENBURG AM RHEIN (BZ). Die Baugenossenschaft Familienheim Markgraflerland feierte zusammen mit Vertretern von Stadt, Erzdiözese, Architekten und Baufirmen den Baubeginn von 24 genossenschaftlichen Mietwohnungen in der Ensisheimer Straße in Neuenburg. Die Investitionssumme beträgt 4,5 Millionen Euro, die Fertigstellung der Neubaumaßnahme ist für den Frühsommer 2017 vorgesehen. Der bauleitende Architekt Max Munkel aus Freiburg erläuterte anhand eines Modells, wie die Synthese von gewünschter Nachverdichtung und Verträglichkeit mit der umgebenden Bebauung gelingen soll. Der Vorstandsvorsitzende der Baugenossenschaft, Klaus Schulte, betonte den Wert des nachhaltigen Ansatzes, ohne den die Herausforderungen des akuten Wohnungsmangels nicht zu bewältigen seien, und bedankte sich bei der katholischen Kirche und bei der Stadt, die das Grundstück und einen Baukostenzuschuss in Höhe von 200 000 Euro zur Verfügung stellt, für die Unterstützung.

Nicht zuletzt über die Förderung der Erzdiözese könnten auch einkommensschwächere Familien neuen Wohnraum zu Mieten ab 6,20 Euro pro Quadratmeter monatlich finden. Diesen Gedanken griff Bürgermeister Joachim Schuster auf und betonte, dass nur im vertrauensvollen Zusammenspiel von Genossenschaft, Stadt und Kirche ein derart richtungweisendes Projekt entstehen konnte. Er sagte, die Stadt arbeite derzeit an weiteren Planungen, um dem Thema Wohnungsnot gerecht zu werden.

Dass Wohnen als Thema der kommunalen Daseinsvorsorge einen so hohen Stellenwert genieße, sei bislang selten, sagte Johannes Baumgartner von der Erzdiözese Freiburg. Es sei spürbar, das hier Vertrauen zwischen Stadt und Baugenossenschaft gewachsen sei, welches Projekte möglich mache, die andernorts so noch nicht durchsetzbar wären. Er freue sich, dass die Kirche als dritter Partner an dem Projekt teilnehmen könne. Baumgartner kündigte an, sich für eine Aufstockung des kirchlichen Programmes im nächsten Doppelhaushalt der Erzdiözese um eine weitere Million Euro starkmachen zu wollen. Klaus Schulte merkte an, dass derzeit weitere Mietwohnprojekte der Genossenschaft feststünden, für die eine Förderung durch die Erzdiözese in Frage komme. Die Zusammenarbeit von Genossenschaft, Stadt und Kirche sei in dieser Form einmalig. Er hoffe, dass dieses Modell auch andernorts Schule mache.