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01. Juni 2011 19:31 Uhr
Reisebus aus der Schweiz
Busunfall auf der Autobahn: 15 Verletzte – aber Glück um Unglück
Ein schwer verletzter Fahrer und 14 leicht verletzte Fahrgäste – das ist die Bilanz eines schweren Busunglücks am Mittwochabend auf der A5 in der Nähe von Hartheim. Trotzdem: Die Rettungskräfte bescheinigten den Busreisenden, einen Schutzengel gehabt zu haben.
Wie die Spuren an der Unfallstelle zeigten, fuhr der Reisebus im spitzen Winkel zur Fahrbahn mehrere hundert Meter über eine kleine Böschung hinunter in ein Kiefernwäldchen hinein und kam 20 Meter neben der Autobahn zum Stehen.
Das Führerhaus wurde bei der Fahrt durch Büsche und Bäume schwer in Mitleidenschaft gezogen. Der Busfahrer wurde eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Der Mann zog sich schwere Verletzungen zu und wurde mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht. Am Donnerstagmorgen konnte die Polizei jedoch berichten, dass er außer Lebensgefahr sei.
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In dem schweizerischen Bus mit Berner Kennzeichen war eine Gruppe junger Leute auf der Heimreise, die den Europa-Park in Rust besucht hatte. 14 der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen – der jüngste Fahrgast war zwölf Jahre alt, der älteste Mitte zwanzig – zogen sich leichte Blessuren zu, sechs überstanden den Unfall unverletzt. Dennoch wurden alle 20 Fahrgäste zur Beobachtung in umliegende Krankenhäuser gebracht. Das betroffene Busunternehmen Grafner stammt aus Uetendorf im Kanton Bern.
Die Autobahn war nach dem Unfall sechs Stunden lang komplett gesperrt, der nachfolgende Verkehr am Vorabend des Feiertags wurde ab der Ausfahrt Hartheim/Heitersheim umgeleitet. Die Bergung des verunglückten Busses mit schwerem Gerät nahm mehrere Stunden in Anspruch. Erst gegen 0.55 Uhr konnte die Sperrung der Autobahn aufgehoben werden.
Im Einsatz waren neben einem Großaufgebot der Polizei rund 60 Rettungskräfte, 35 Feuerwehrleute, etliche Notärzte und mehrere Notfallseelsorger. Auch zwei Rettungshubschrauber waren vor Ort – von denen aber nur einer gebraucht wurde, um den schwer verletzten Busfahrer in eine Klinik zu fliegen. Der DRK-Kreisverband Müllheim richtete bereits wenige Stunden nach dem Unfall eine Hotline ein, bei der sich Angehörige nach dem aktuellen Aufenthaltsort und Zustand der betroffenen Kinder und Jugendlichen erkundigen konnten. Inzwischen konnten – abgesehen vom Fahrer – aber alle Fahrgäste die Kliniken verlassen und sind in die Schweiz zurückgekehrt.
Laut dem Freiburger Polizeisprecher Karl-Heinz Schmid sind zur Unfallursache derzeit noch keine Angaben möglich. "Die Untersuchungen laufen und werden längere Zeit in Anspruch nehmen. Ein Unfallsachverständiger ist eingeschaltet", so Schmid. Paul Gafner, Geschäftsführer von Gafner Reisen, beschrieb gegenüber dem Thuner Tagblatt den Fahrer des Busses als erfahrenen Mann. Das Fahrzeug, das relativ neu war, erlitt laut Gafner Totalschaden. Der Geschäftsführer rechnet mit einem Sachschaden von 200.000 bis 300.000 Franken. Das Reiseunternehmen fährt täglich – außer sonntags – den Europa-Park in Rust an.
Zeugen des Unfalls werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0761/882-1310 beim Autobahnpolizeirevier Umkirch zu melden.
Autor: Alexander Huber und Karl Heidegger, aktualisiert am Donnerstag um 13.30 Uhr – Video: Dominic Rock, Kamera 24
