Wirbser-Nachfolge

1550 Feldberger sind am Sonntag zur Bürgermeisterwahl aufgerufen

Ralf Morys

Von Ralf Morys

Fr, 11. Januar 2019 um 19:20 Uhr

Feldberg

Am Sonntag wählt die Gemeinde Feldberg ihren neuen Bürgermeister. Eine Frau und vier Männer bewerben sich darum, in den nächsten Jahren die Geschicke der Gemeinde zu leiten.

Etwa 1550 Bürgerinnen und Bürger im Wintersportort sind morgen, Sonntag, 13. Januar aufgerufen, eine neue Bürgermeisterin oder neuen Bürgermeister zu wählen. Jeder hat dabei eine Stimme und diese kann zwischen 8 Uhr und 18 Uhr abgegeben werden. Die Feldberghalle ist das Wahllokal für die gesamte Gemeinde. Unmittelbar nach Wahlschluss beginnt die Stimmenauszählung. Mit der Bekanntgabe des Wahlergebnisses in der Feldberghalle ist gegen 19 Uhr zu rechnen, sagt Hauptamtsleiter Sascha Gampp.

Ein Kandidat möchte seine Bewerbung wieder zurückziehen

Um die Nachfolge des vor 105 Tagen gestorbenen langjährigen Bürgermeisters Stefan Wirbser bewerben sich eine Frau und fünf Männer. Somit stehen die Namen von sechs Kandidaten auf dem Wahlzettel, obwohl der in Altglashütten wohnende Niederländer Marc Hendrik van Breen seine Bewerbung wieder zurückziehen möchte, was laut den Vorgaben im Kommunalwahlgesetz aber nur innerhalb der Bewerbungsfrist geschehen kann. Und seinen Rückzug hat van Breen erst danach verkündet.
Wir berichten am Sonntag auf http://www.badische-zeitung.de aktuell über das Ergebnis der Wahl.

Nach Eingang ihrer Bewerbungen sind die Kandidaten auf dem Wahlzettel in folgender Reihenfolge aufgeführt: Manfred Haas, Tanja Steinebrunner, Mark Leimgruber, Johannes Albrecht, Marc Hendrik van Breen und Andreas Heidinger. Außerdem ist auf dem Wahlzettel noch eine freie Linie aufgedruckt, auf der die Wähler ihre Stimme einer anderen Person geben können, die sie dort aufschreiben. Dabei muss es sich aber um eine wählbare natürliche Person handeln, die eindeutig identifizierbar sein muss, erklärt Sascha Gampp. Wäre auf dem Wahlzettel Asterix notiert, wäre diese Stimme damit ungültig geworden. Stünde beispielsweise Hans Müller dort, müsste, um den Gewählten eindeutig identifizieren zu können, noch sein Geburtsdatum oder die Wohnstraße, am besten mit Hausnummer, oder der Beruf zusätzlich zu dem Vor- und Nachnamen aufgeführt sein.

Auszählung und Bekanntgabe an Ort und Stelle

Um für die Bürgermeisterwahl Feldberg einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, sind acht Wahlhelfer im Wahllokal im Einsatz. In zwei Schichten von 8 Uhr bis 13 Uhr und von 13 Uhr bis 18 Uhr teilen sie die Stimmzettel an die Wählerinnen und Wähler aus und nehmen die Stimmabgabe an der Wahlurne entgegen. Ferner sorgen sie dafür, dass die Bürger ihre Wahlberechtigungskarten wieder mitnehmen. Diese wäre bei einem eventuellem zweiten Wahlgang Voraussetzung zur erneuten Stimmabgabe. Weitere fünf Wahlhelfer sind im Briefwahlvorstand tätig. Die Stimmen der Briefwähler werden ebenfalls in der Feldberghalle ausgezählt.

Unmittelbar nach Ende der Wahlzeit wird die Wahlurne geleert und die Stimmenauszählung beginnt an Ort und Stelle. Die Ermittlung des Wahlergebnisses ist öffentlich in der Feldberghalle. Hauptamtsleiter Sascha Gampp geht davon aus, dass das Endergebnis etwa um 19 Uhr feststehen und direkt vom Vorsitzenden des Gemeindewahlausschusses, Bürgermeisterstellvertreter Frank Link verkündet werden wird.

Zweiter Wahlgang fände am 27. Januar statt

Bei der Wahl des neuen Bürgermeisters von Feldberg muss die Kandidatin oder einer der Kandidaten, die absolute Mehrheit erreichen, um die Nachfolge von Stefan Wirbser antreten zu können. Schafft dies kein Bewerber, findet am Sonntag, 27. Januar, erneut eine Bürgermeisterwahl statt. Bei dieser Wahl genügt den Bewerbern dann eine einfache Mehrheit, um als neuer Bürgermeister ins Rathaus in Altglashütten einziehen zu können.

Falls die Bürgermeisterwahl morgen, Sonntag, keine Entscheidung bringen sollte, dann öffnet sich das Bewerbungsfenster erneut und es können weitere Kandidaten ihre Bewerbungsunterlagen mit Wählbarkeitsbescheinigung am Montag, 14. Januar, Dienstag, 15. und Mittwoch, 16. Januar, einreichen. Die bisherigen Kandidaten bleiben automatisch im Rennen, es sei denn, jemand erklärt in dieser Zeitspanne, dass er seine Bewerbung wieder zurückzieht.