Volleyball

1844 Freiburg führt zweimal nach Sätzen - und verliert dennoch gegen den SV Schwaig

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

So, 13. Januar 2019 um 00:17 Uhr

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Das neue Jahr begann für die FT 1844 Freiburg wie das alte Jahr endete: mit einer Niederlage. Allerdings nehmen die Zweitliga-Volleyballer der FT aus dem 2:3 gegen Schwaig einen Punkt mit.

690 Zuschauer sahen in der dicht besetzten Burdahalle eine stellenweise mitreißende und emotional geführte Partie, in der das Momentum mit schöner Regelmäßigkeit wechselte. Mit einer Ausnahme: Nachdem der SV Schwaig im vierten Abschnitt zum zweiten Mal den Satzausgleich herststellt hatte, legten die Gäste im Tiebrek noch mal nach und entschieden das Match im Entscheidungsdurchgang mit 15:11 für sich. Der Reihe nach:

1. Satz: 29:27 für Freiburg

Die FT 1844 fand so schlepend in die Partie wie der Schnee in diesem Winter auf die Schwarzwaldhöhen. 1:5, 3:8, 5:11, der Satz schien schnell gegessen, ehe Blocks und Aufschläge doch noch über die Schwaiger niedergingen wie das winterliche Weiß über den Feldberg in den vergangenen Tagen. Die Freiburger egalisierten einen 21:24-Rückstand, wehrten insgesamt sechs Satzbälle ab und nutzten ihren ersten dank eines Netzfehlers des Schwaiger Zuspielers Laurentiu Vinatoru.

2. Satz: 25:19 für Schwaig

Die Gäste aus Mittelfranken unweit von Nürnberg zeigten sich vom unglücklichen Satzverlust nicht beeindruckt, behielten ihre spielerische Linie bei und profitierten nun verstärkt von Aufschlagfehlern der Gastgeber (allein zwölf in den ersten beiden Sätzen!). Hinzu kam eine ungewohnte Annahmeschwäche bei der FT: Die Liberos Oliver Morath und Wolfgang Beck fanden keine Sicherheit, sodass sich Schwaig durch einen 5:0-Lauf entscheidend auf 20:14 absetzen konnte.

3. Satz: 25:21 für Freiburg

Obwohl die Musikanlage für ein paar Minuten zu ohrenbetäubenden Kreischattacken neigte, waren die Gastgeber erstmals vom Start eines Satzes weg voll auf der Höhe. Bei der ersten technischen Auszeit lagen die Freiburger mit 8:5 vorn und verwalteten geschickt diesen kleinen Vorsprung mit lautstarker Unterstützung der Tribünenwestseite ("schalalala - FT Freiburg") bis in die Schlussphase des Satzes. Bei 23:21 provozierte ein starker Aufschlag von Max Meuter den wohl entscheidenden Punktgewinn dieses Satzes durch Dominic Salomon. Meuters anschließende Reflexabwehr nutzte der spätere Freiburger MVP Oliver Hein mit einem seiner zahlreichen erfolgreichen Schnellangriffe zum Satzgewinn.

4. Satz: 25:22 für Schwaig

12:8 führte Freiburg bereits im vierten Durchgang, ehe der SVS mit Zähigkeit, Abwehrstärke und der Angriffsmacht des Kroaten Perica Stanic (MVP des Spiels!) dagegenhielt. Flugs stand es 12:12, und bei der zweiten technischen Auszeit lagen die Schwaiger mit 16:15 vorn. Vor allem die Hinterfeldangriff von Stanic über die Mitteposition, die sogenannten Pipe-Angriffe, bekam Freiburg nicht in den Griff. Schwaig punktete sicher aus der eigenen Annahme heraus und wartete geduldig auf eine Schwäche der Freiburger. Tatächlich: Marcus Gensitz setzte einen Außenangriff zum 20:22 aus Freiburger Sicht ins Aus. Dieses kleine Break sollte den Franken genügen.

5: Satz: 15:11 für Schwaig

Weiterhin fiel es Schwaig oft leichter als Freiburg, zu Punkten zu kommen. Die Affenbande musste viel Aufwand betreiben, um sich das Aufschlagsrecht zurückzuholen. Das Annahmedefizit der FT blieb bestehen: Beim 6:2 für Schwaig drehte sich ein Aufschlag noch ins Freiburger Feld. Die FT hielt mit Kampfgeist dagegen, das nimmermüde Publikum gab alles, doch Freiburger Netzaufschläge begünstigten den Fünfsatz-Erfolg für am Ende souverän aufspielende Gäste.

"Bis auf das Ende des ersten Satzes haben wir keinen Flow in unser Spiel bekommen", bemängelte 1844-Trainer Jakob Schönhagen, dem der verpatzte Rückrundenstart nicht seine Ausdrucksfähigkeit raubte: "Die einzelnen Elemente haben nicht zum Bau eines stabilen Turms gereicht. Er ist auf halber Strecke eingestürzt." Entspannt dehnte sich hingegen sein Bruder Jonathan Schönhagen nach Spielende aus. Der Schwaiger Libero hatte im Gegensatz zum Hinspiel (3:1 für Freiburg) mal wieder ein familieninternes Duell für sich entschieden.

Die vierte Niederlage in Folge bringt den Freiburgern dank des Erreichen des Tiebreaks immerhin einen Punkt für die Tabelle. Dennoch robbt sich der SV Schwaig mit nunmehr 18 Zählern bis auf einen Punkt an den Tabellensiebten Freiburg heran. Der Blick geht tabellarisch gesehen für die FT eindeutig nach unten.