Volleyball 2. Bundesliga

1844 Freiburg gewinnt Nervenspiel im Tiebreak

Lukas Karrer

Von Lukas Karrer

So, 23. September 2018 um 01:07 Uhr

Volleyball

Der erste Heimauftritt der Freiburger Zweitliga-Volleyballer kulminierte in einem mitreißenden fünften Satz. Gegen den TV/DJK Hammelburg gelang nach 1:2-Satzrückstand ein 3:2-Sieg.

Das Wort Krimi ist im Sport ein ebenso häufig wie leichtfertig verwendetes Schlagwort. Auf den ersten Heimauftritt der FT 1844 trifft es jedoch in allen seinen Attributen zu. Nicht frei von Längen, Fehlern und wechselnden Handlungssträngen verlief der Spannungsaufbau bis hin zum finalen Ball konstant steigend. Und das Ende konnte sich sehen lassen: Nach dem 3:1 gegen den Vizemeister SV Schwaig gelang am zweiten Spieltag in fünf Sätzen (15:25, 26:24, 23:25, 25:22, 15:13) gegen Hammelburg der zweite Saisonsieg. "Das wir letztlich siegreich waren, kommt nicht von ungefähr", so Trainer Jakob Schönhagen, der sich dennoch über "einen verlorenen Punkt" ärgerte.

Nach verlorenem ersten Satz, in dem Schönhagen aufgrund "starker Trainingsleistungen" einem blutjungen Sextett um die drei 18-jährigen Paul Botho (Diagonalangriff), Tom Kaufhold (Zuspiel) und Luc Hartmann (Außenangriff) das Vertrauen schenkte, fehlte es noch am nötigen Spielglück. Den etablierten Kräften gelang es dann zunehmend, den doch etwas eindimensionalen Mix der Gäste, bestehend aus starken Aufschlägen und krachenden Angriffen über die Außen, zu knacken. Zwar verteidigte der TV/DJK Hammelburg leidenschaftlich, doch Max Meuter, Dominic Salomon und Co fanden nach guter Passstrategie von Zuspieler Marc Zimmermann (wertvollster Spieler des Abends) immer wieder Lücken.

Im fünften Satz war es dann vor mittlerweile euphorisierten 505 Zuschauern in der Burdahalle ein Nervenspiel – mit dem besseren Ende für die leidenschaftlich agierenden Gastgeber, nachdem sich beide Teams mit starken Abwehraktionen sehenswerte Ballwechsel geliefert hatten.