Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

10. Januar 2012 20:59 Uhr

Testspiel

3:1-Sieg gegen Xerez und ein Gerücht um Murat Yakin

Mit 3:1 hat der SC Freiburg sein Testspiel gegen den spanischen Zweitligisten Xerez CD gewonnen – durch Tore von Lumb, Ginter und Brandstetter. Derweil dementierte Sportchef Dufner eine Meldung aus der Schweiz.

  1. Zweikampfsieger: Jonathan Schmid lässt einen spanischen Gegenspieler alt aussehen.

  2. Kopfballstark: Matthias Ginter erzielte das 2:1 für den SC und damit sein zweites Tor in Spanien.

  3. Robust: Fallou Diagné ging nur selten – wie hier – in die Knie. Der neue Defensivspieler hinterließ einen guten Eindruck.

MONTECASTILLO (küb). Wenn bei einem Fußball-Bundesligisten im personellen Bereich so viel Bewegung ist, wie derzeit beim SC Freiburg, dann kursieren täglich Gerüchte. Diesmal kam aus der Schweiz die Meldung, Murat Yakin – Trainer des FC Luzern – habe ein Angebot aus Freiburg bekommen und abgelehnt. "Es hat weder ein Angebot noch ein Gespräch gegeben", legte SC-Sportdirektor Dirk Dufner das Thema zu den Akten. Die Schweizer Tageszeitung "20 Minuten" hatte von "Anfragen und Annäherungsversuchen" des SC Freiburg berichtet und will "aus sicherer Quelle" erfahren haben, dass das Bundesliga-Schlusslicht den Luzerner Erfolgscoach als Nachfolger des gefeuerten Marcus Sorg verpflichten wollte.

Lumb, Ginter und Brandstetter treffen

Im spanischen Trainingslager der Breisgauer konnte die Konzentration danach dem Testspiel gegen den Xerez CD gelten. Und das war auch nötig, gab der heimische Zweitligist doch einen durchaus ambitionierten Gegner ab – und vor allem einen harten. Die Zweikampfführung der Spanier ging nicht selten an die Grenze des Regelkonformen. Dass sie auch ordentlich Fußball spielen können, bewiesen sie in der 11. Minute, als Jose Mari einen Konter freistehend zum 1:0 einköpfte. Die SC-Profis produzierten in der Folge zu viele Ballverluste, weil sie im Spiel nach vorn zu umständlich agierten. Erst gegen Mitte der ersten Halbzeit liefen die Kombinationen schneller, direkter und dadurch flüssiger. Der Ausgleich fiel aber durch einen direkten Freistoß. Noch-nicht-ganz-Neuzugang Michael Lumb zirkelte den Ball sehenswert zum 1:1 ins Tor der Gastgeber.

Werbung


"Wir hatten eine schwierige erste Halbzeit, in der wir einige taktische Fehler gemacht haben." Christian Streich
Nach der Pause war der Sportclub trotz (oder gerade wegen) zahlreicher Wechsel das dominierende Team. Zunächst scheiterte Schmid noch am gegnerischen Torwart (53.), dann traf Ginter nach Diagné-Flanke zum 2:1 für die Gäste. Für den 3:1-Endstand sorgte Simon Brandstetter nach Zuspiel von Christian Bickel (76.).

"Wir hatten eine schwierige erste Halbzeit, in der wir einige taktische Fehler gemacht haben", urteilte SC-Coach Christian Streich. Konkret habe seine Elf zum falschen Zeitpunkt den direkten Pass versucht und zum falschen Zeitpunkt mit vielen Ballkontakten agiert. Insgesamt zeigte sich Streich aber vor allem mit dem Engagement seiner Spieler zufrieden: "Sie haben gut zusammengearbeitet – defensiv wie offensiv."

Ein weiteres Testspiel bestreitet der SC am Samstag um 14.30 Uhr zu Hause im Mage-Solar-Stadion gegen den FC Winterthur.

Freiburg spielte mit: Baumann (75. Schwolow), Sorg, Diagné, Höhn (46. Krmas), Lumb (46. Hinkel), Flum, Makiadi (46. Ginter), Schmid, Caligiuri (64. Lorenzoni), Putsila (46. Reisinger), Jendrisek (64. Brandstetter).

Mehr zum Thema:

Autor: René Kübler