Freiburg

Sohn soll Mutter in Hochdorf getötet haben – Küchenmesser als Tatwaffe?

Simone Höhl

Von Simone Höhl

Mi, 11. Januar 2017 um 13:04 Uhr

Freiburg

Eine 63-Jährige ist in Hochdorf getötet worden. Sie erlag im Krankenhaus ihren Verletzungen. Die Polizei nahm den 25-jährigen Sohn der Frau fest und stellte am Tatort ein Küchenmesser sicher.

Der Sohn soll seine eigene Mutter getötet haben: Die Polizei ist zu einem Streit in Hochdorf gerufen worden und fand eine 63-Jährige in ihrer Wohnung – die Frau war so schwer verletzt, dass sie trotz sofortiger medizinischer Hilfe starb. Die Kriminalpolizei nahm ihren Sohn fest und stellte ein Küchenmesser sicher. Die Ermittlungen dauern an.

Nachbarn alarmieren Polizei

Nachbarn haben am Dienstagabend kurz vor 23 Uhr die Polizei alarmiert, sagte Polizeisprecher Frank Fanz: "Die haben heftiges Geschrei gehört." Die Polizei fuhr sofort zu dem Mehrfamilienhaus in Hochdorf, ebenso Rettungsdienst und Notarzt. Sie fanden die 63-Jährige in ihrer Wohnung und brachten sie in ein Krankenhaus, wo sie allerdings kurz nach der Einlieferung ihren Verletzungen erlag.

Kriminalpolizei vernimmt den 25-Jährigen

Als die Polizisten eintrafen, befand sich der 25-jährige Sohn nicht in der gemeinsamen Wohnung. Die Beamten nahmen ihn in der Nähe, noch in der Straße fest – um welche es sich handelt, dazu machen Staatsanwaltschaft und Polizei keine Angaben. Der Mann ist tatverdächtig. Ob er vom Tatort geflohen ist, sei unklar, sagte Fanz: "Das wird wahrscheinlich die Vernehmung des Sohnes hervorbringen, sofern er etwas sagt." Die Ermittler hoffen auch, etwas über Hintergründe der Tat zu erfahren, die bisher unklar sind. Bei der Vernehmung sollte zunächst auch geklärt werden, ob der 25-jährige Deutsche in der Verfassung ist, dem Haftrichter vorgeführt werden zu können.

Küchenmesser am Tatort

Am Tatort fand die Polizei ein Küchenmesser. Die Kriminaltechnik untersucht, ob es sich um die Tatwaffe handelt, sagte der Polizeisprecher. Die Rechtsmedizin soll klären, woran die Frau genau starb. Zu ihren Verletzungen gab es am Mittwoch keine Angaben. Mit dem Obduktionsergebnis rechnen die Ermittler spätestens am Freitagvormittag.

Tötungsdelikt im Jahr 2017

Es ist das erste Tötungsdelikt im neuen Jahr in Freiburg. 2016 kamen vier Menschen gewaltsam zu Tode: In Lehen erstach ein 24-Jähriger im August seine 31-jährige Mitbewohnerin und gestand die Tat; am Donnerstag beginnt am Landgericht der Prozess. Ein 51-jähriger Mann starb am 12. Oktober nach einem Streit an der Johanneskirche; die Polizei nahm einen Vater und seinen Sohn fest. Maria L. wurde am 16. Oktober an der Dreisam vergewaltigt und getötet; tatverdächtig ist Hussein K.. Im November erlag in Haslach ein 21-Jähriger Stichverletzungen, sein Onkel stellte sich der Polizei.

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