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25. Januar 2012
Ensi: Gutes Zeugnis für Atommeiler
Aufsicht registriert 2011 31 meldepflichtige Vorfälle.
WALDSHUT-TIENGEN/ AARGAU (BZ). Die Sicherheit in Schweizer Atomkraftwerken ist im Jahr der Atomkatastrophe von Fukushima jederzeit gewährleistet gewesen. Zu diesem Schluss kommt die Schweizer Atomaufsichtsbehörde Ensi in ihrer am Dienstag veröffentlichten Sicherheitsbilanz 2011.
Im vergangenen Jahr ist es demnach in keinem der fünf Schweizer Atomkraftwerke zu einer ungeplanten Schnellabschaltung gekommen. Seit Inbetriebnahme des ersten Atomkraftwerks 1969 ist dies erst das dritte Berichtsjahr, in dem es zu keiner ungeplanten Schnellabschaltung kam. Letztmals war dies in den Jahren 2006 und 2010 der Fall.
Auch bei den meldepflichtigen Vorkommnissen, die für die nukleare Sicherheit relevant sind, ist die Bilanz positiv: Diese seien um ein Viertel auf 31 Ereignisse zurückgegangen, heißt es in dem Bericht. 30 davon wurden der internationalen Ereigniskategorie 0 zugeordnet, eines in die Kategorie 1 der siebenstufigen Ereignisskala. Betroffen war das AKW Mühleberg im Kanton Bern, das nur wenig unterhalb eines Staudamms an der Aare steht. Sieben Vorkommnisse betrafen das Kernkraftwerk Beznau mit Block 1 und 2; fünf betrafen das Kernkraftwerk Gösgen, elf das Kernkraftwerk Leibstadt, vier das Kernkraftwerk Mühleberg, drei die Kernanlagen des Paul Scherrer Institut in Villigen und eines den Forschungsreaktor der ETH Lausanne.
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Die Atomaufsicht ist nach ersten Abklärungen zum Schluss gekommen, dass aufgrund der Erkenntnisse aus Fukushima keine unmittelbare Gefahr für die Schweizer Bevölkerung besteht und keines der Kernkraftwerke vorsorglich abgeschaltet werden muss. Ein Teil der Untersuchungen ist noch im Gang. Bis zum 31. März müssen die Betreiber die Nachweise für die Beherrschung des 10 000-jährlichen Erdbebens sowie der Kombination eines solchen Erdbebens mit dem Versagen der Stauanlagen im Bereich des Kernkraftwerks einreichen.
Autor: bz
