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21. März 2017

Ermittlungen in alle Richtungen

GANSINGEN II: Radio Argovia nimmt erweiterten Suizid an.

GANSINGEN/AARGAU (BZ). Bei den Todesopfern des Brandes von Gansingen südöstlich von Laufenburg im Fricktal handelt es sich nach einem Bericht der Aargauer Zeitung "ziemlich sicher" um den Hausbesitzer P. A. und seine Lebenspartnerin. Da die Leichen stark verkohlt sind, ist die offizielle Identifizierung aufwendig. Recherchen von Radio Argovia haben ergeben, dass mehrere Gasflaschen explodiert sein müssen. Eine Gasflasche alleine hätte nicht ausgereicht, um einen solchen Schaden anzurichten. Laut einer "zuverlässigen Quelle" des Radios steht ein erweiterter Suizid im Vordergrund der Ermittlungen. P. A. hat nach Recherchen der Aargauer Zeitung als Leiter eines Chemielabors beim Zwischenlager in Würenlingen gearbeitet. Dies bestätigte das Zwilag.

Die Staatsanwaltschaft will zur Brandursache und zum Stand der Ermittlungen Stellung nehmen, sobald gesicherte Erkenntnisse vorliegen, sagte Sprecherin Fiona Strebel. Möglich sind neben einem (erweiterten) Suizid ein durch technischen Defekt oder Fahrlässigkeit ausgelöster Brand oder Brandstiftung. Laut AZ hatte das Haus weder Gasanschluss noch Ölheizung. "Wir ermitteln in alle Richtungen", sagte die Sprecherin der Kantonspolizei, Marianne Koch.

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P. A. betrieb in dem Einfamilienhaus ein kleines Tattoo-Studio. Ansonsten lebte er eher zurückgezogen und wurde als offen beschrieben. Für einige Zeit betrieb P. A. mit seiner damaligen Ehefrau auf dem Grundstücke eine kleine Hundezucht. Eine rätselhafte Serie von Hundevergiftungen bereitete ihnen vor mehr als zehn Jahren Sorge. P. A. sah sich als Opfer eines gezielten Anschlags. Die Hausbesitzer errichteten in der Folge einen hohen Zaun und installierten Überwachungskameras. Der Täter wurde nie gefunden.

Autor: bz