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26. Mai 2010
Friedlicher Protest gegen neue Atomkraftwerke
Bund beteiligt sich an Demonstration in der Schweiz.
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Der Bund-Kreisverband war beim Aarauer Protestmarsch „Menschenstrom gegen Atom“ mit neun seiner Mitglieder vertreten (von links): Frank Makowska, Hans-Werner Rappe, Hans-Jürgen Bannasch, Monika Herrmann-Schiel, Rita Schwarzelühr-Sutter, Hans Pfeller, Herbert Sutter, Paul Albiez-Kaiser und Klaus Schiel. Foto: Rosa
WALDSHUT-TIENGEN/AARAU (rosa). Gegen den Bau von neuen Kernkraftwerken in der Schweiz formierte sich am Pfingstmontag in der Innenstadt von Aarau der friedliche Protestzug "Menschenstrom gegen Atom". Die über 4500 Teilnehmer hatten sich dazu mit allerhand Demonstrations-Utensilien wie Windrädern aus Pappmaschee, bunten Fahnen und Schildern ausgestattet.
Unterstützt wurden sie bei ihrem Protestmarsch entlang der Aare, wo die Kraftwerke liegen, vom Kreisverband Waldshut des Bundes für Umwelt und Naturschutz (Bund) worunter sich auch Hans-Jürgen Bannasch und die ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete Rita Schwarzelühr-Sutter befanden. Es wurde für Alternativen auf dem Gebiet der regenerativen Energien und deren Anbieter geworben.
Die Kritiker der Atomkraft wollen nicht akzeptieren, dass trotz der ungelösten Problematik mit der Endlagerung von verbrauchten Brennstäben und weiteren Atomabfallprodukten die Atomindustrie weiter ausgebaut wird. In der Schweiz sind gegenwärtig drei Kernkraftwerke in der Planung, im Jahr 2013 soll es dazu eine Volksabstimmung geben (siehe Info).
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Die Auftaktkundgebung unter dem Motto "Nein zu neuen AKW, ja zum Atomausstieg!" fand bei einem großen gemeinsamen Picknick mit Nationalrätin Birgit Wyss und verschiedenen musikalischen Darbietungen in Mülidorf bei Däniken/Gösgen statt.
Danach ging es weiter nach Olten, wo die Schlusskundgebung unter dem Motto "Die Zukunft ist erneuerbar!" mit den Nationalräten Christian van Singer und Rudolf Rechsteiner sowie zwei Musikern stattfand.
DREI GESUCHE
Drei Gesuche für neue Atomkraftwerke in der Schweiz sind bereits eingereicht. Demnach sollen die alten Reaktoren von Gösgen, Beznau und von Mühleberg durch neue ersetzt werden. Die notwendige Volksabstimmung wird voraussichtlich Anfang des Jahres 2013 stattfinden.
Autor: ros
Autor: bz
