Mundart ist verbindlich

sda

Von sda

Di, 09. August 2016

Aargau

Schulbeginn im Kanton Aargau.

AARAU (sda). Nach den Sommerferien hat im Kanton Aargau am Montag für rund 74 500 Schülerinnen und Schüler das neue Schuljahr begonnen. 8320 Lehrerinnen und Lehrer unterrichten an der Volksschule, wie das kantonale Departement Bildung, Kultur und Sport (BKS) mitteilte. Im Kindergarten gilt mit Beginn des Schuljahres 2016/17 die Mundart als verbindliche Unterrichtssprache.

Die Aargauer Stimmberechtigten hatten die Volksinitiative "Ja zu Mundart im Kindergarten" der Schweizer Demokraten im Mai 2014 mit einem Ja-Stimmenanteil von 55,5 Prozent angenommen. Den Kindergartenlehrerinnen, die Ende 2018 noch nicht über die erforderlichen Fachkompetenzen für das Unterrichten in Mundart verfügen, kann auf Ende Schuljahr 2018/19 gekündigt werden.

Erstmals werden am Ende des neuen Schuljahres alle Abgängerinnen und Abgänger ein Abschlusszertifikat erhalten. Dieses soll laut BKS das Jahreszeugnis ergänzen. Es gehe darum, die Leistungen am Ende der Volksschulzeit möglichst breit und aussagekräftig zu dokumentieren. In diesem Jahr gelang 83 Prozent der Abgänger der Regelklassen der direkte Eintritt in eine weiterführende Ausbildung. Vor acht Jahren hatte dieser Anteil lediglich 77 Prozent betragen. Mehr als 60 Prozent der Schülerinnen und Schüler treten direkt nach Abschluss der obligatorischen Schulzeit in eine duale Berufslehre ein oder absolvieren eine berufliche Vollzeitschule, die ebenfalls zu einem Berufsabschluss führt.

Eine Wiederholung des Schuljahrs ist an der Aargauer Oberstufe künftig nicht mehr möglich. Bei ungenügenden Leistungen muss der Leitungstyp gewechselt werden. Ein Aufstieg in einen höheren Leistungstyp ist dagegen möglich – mit oder ohne Wiederholung eines Schuljahrs. Der Übertritt vom Kindergarten in die Primarschule und von der Primarschule in einen Oberstufentyp erfolgt grundsätzlich auf der Basis einer Empfehlung durch die Kindergarten- beziehungsweise durch die Primarlehrer.