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25. Juli 2012 17:03 Uhr

Kultusministerium

Abiturergebnisse von G8- und G9-Schülern gleich

Interessengeleitete Gerüchte rankten sich in den vergangenen Wochen um die Ergebnisse von G9- und G8-Abiturienten. Jetzt ist es amtlich: Die Absolventen von G9 und G8 sind genau gleich - ein Anlass für die Ministerin, zu betonen, dass es grundsätzlich bei G8 bleibt.

  1. Baden-Württemberg schneidet im bundesweiten Vergleich sehr gut ab. Foto: dpa

Im Abitur haben die Absolventen der acht- und der neunjährigen Gymnasialzüge gleich abgeschnitten. Bei beiden Gruppen liege der Schnitt bei 2,4, teilte das Kultusministerium am Mittwoch in Stuttgart mit.

Das sei das Ergebnis einer vierten und letzten Stichprobenerhebung zum Abschluss der gemeinsamen Kursstufe. Die beiden Jahrgänge hatten sich seit dem Schuljahr 2010/11 gemeinsam auf das Abitur vorbereitet und gemeinsame Prüfungsaufgaben erhalten.

Ministerin lobt Lehrer

Kultusministerin Gabriele Warminski-Leitheußer (SPD) führte das Ergebnis auf das große Engagement der Lehrer zurück. Sie hätten in der gemeinsamen Kursstufe mehr Kurse unterrichtet, mehr schriftliche Abiturarbeiten korrigiert, mehr mündliche Prüfungen abgenommen und mehr Studienfahrten betreut als sonst.

Auch im bundesweiten Vergleich schneidet Baden-Württemberg sehr gut ab. Die Unterschiede zwischen G8- und G9-Schülern sind auch im Saarland (G9: 2,5 und G8: 2,5), Sachsen-Anhalt (G9: 2,4 und G8: 2,5) und Niedersachsen (G9: 2,5 und G8: 2,6) sehr gering.

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Das Landesinstitut für Schulentwicklung nahm seit Februar 2011 im Auftrag des Ministeriums Stichproben der Halbjahreszeugnisse und wertete Noten nach G8- und G9-Schülern in den vierstündigen Kernfächern Deutsch, Mathematik, Fremdsprachen und Naturwissenschaften aus. Die Erhebung umfasste 7300 Schüler aus 45 Gymnasien. Bereits die bisherigen drei Stichprobenuntersuchungen zeigen laut Ministerium keine relevanten Unterschiede in den Leistungen der G8- und G9-Schüler.

Die Ministerin betonte, der achtjährige Bildungsgang werde an den Gymnasien der Standard bleiben. "Wir nehmen aber die Sorgen der Eltern ernst und erproben daher ab dem kommenden Schuljahr auf Grundlage des G8-Bildungsplans eine neunjährige Alternative." Im kommenden Schuljahr nehmen 22 von insgesamt 44 Gymnasien am Schulversuch G9 teil. Zudem können alle Gymnasien eine zusätzliche Poolstunde für individuelle Förder- und Differenzierungsmaßnahmen in den Klassen 5 und 6 einsetzen.

Autor: dpa


3 Kommentare

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Heiner Dubois

Registriert seit: 04.08.2011

Kommentare: 182

25. Juli 2012 - 18:30 Uhr

Wer hät's gedacht. Wäre ja noch schöner gewesen, wenn sich ein Vorteil für das bewährte G9 gezeigt hätte. Dieser Vorgabe wird sich Einiges gebeugt haben.

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Harald Meierhofer  

Harald Meierhofer

Registriert seit: 12.09.2011

Kommentare: 2115

26. Juli 2012 - 10:12 Uhr

Die Abiturnote spiegelt doch nur wieder, wie gut der prüfungsrelevante Stoff abrufbar war. Der ist in G8 und G9 identisch, und es steht zum Erlernen auch der gleiche Zeitraum zur Verfügung.
Ich bin mir sicher, dass die G9-Schüler aber über mehr Wissen verfügen, denn sie hatten ein ganzes Jahr mehr Unterricht, und der Stoff, den sie da lernten, der fehlt den G8lern. Da er nicht geprüft wird, fällt das Fehlen dieses Stoffes nicht in der Statistik auf.

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Ralf Rosen

Registriert seit: 30.10.2009

Kommentare: 475

26. Juli 2012 - 10:21 Uhr

Dazu fällt mir nur der Satz ein:

"Ich traue keiner Statistik, die ich nicht selbst gefälscht habe"

Der Durchschnitt allein sagt noch gar nichts aus.

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