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30. Juli 2012
Adelheid Morath: Gelungene Generalprobe für Olympia
Adelheid Morath kurbelt beim Weltcup-Finale in Val d’ Isere auf Rang zwölf / Hanna Klein trotz Rhythmusstörungen 22.
MOUNTAINBIKE (goll). Die St. Märgener Olympiateilnehmerin Adelheid Morath hat sich beim Weltcup-Finale im französischen Val d’Isère mit Platz zwölf Selbstvertrauen für den wichtigsten Tag ihrer Karriere geholt. Olympiasiegerin Sabine Spitz wurde Sechste. Dabei begann Moraths Rennen nach dem Sturz einer vor ihr fahrenden Konkurrentin alles andere als gut. Dank einer fulminanten Aufholjagd kämpfte sich Morath zurück ins Rennen und machte damit Appetit auf das olympische Rennen, das am Samstag, 11. August um 12:30 Uhr gestartet wird.
"Ich hatte super Beine, aber mit der Aufholjagd musste ich natürlich überziehen. Das ist in der Höhe natürlich fatal", so Morath nach dem Rennen. "Es ist ein sehr gutes Zeichen Richtung Olympia, dass ich mich trotzdem noch bis in die Top 15 zurück kämpfen konnte", erklärte die St. Märgenerin, die trotz der Strapazen sichtlich gelöst wirkte. Jetzt liegt ihr Fokus ganz auf dem olympischen Rennen: "Ich bin hochmotiviert, bereite mich optimal auf den Wettkampf vor und gebe mein Bestes. Natürlich träume ich von einer Medaille. Jeder Sportler träumt von diesem magischen Moment."Werbung
Wenn dieser Traum in Erfüllung gehe, werde sie "überglücklich sein". Adelheid Morath, die für das Felt-Ötztal-X-Bionic-Team fährt, erhofft sich bei den Olympischen Spielen in London "saubere und faire Wettkämpfe, bei denen ich nach dem Rennen sagen kann, dass ich mein absolut Bestes auf den Punkt genau gegeben habe."
Hanna Klein vom Team Rothaus Poison-Bikes konnte als 22. des Frauen-Rennens ein kleines Erfolgserlebnis verbuchen. Bei Christian Pfäffle lief es im U23-Rennen nicht besonders gut, es reichte nur zu Platz 19.
"Es war ein Auf und Ab": So beschrieb Hanna Klein ihr Rennen. Die Freiburgerin erwischte einen ordentlichen Start und kam aus der ersten Runde an 23. Position zurück. In dieser Region bewegten sich alle ihre weiteren Zwischenzeiten, doch das Auf und Ab, das gab es dennoch. In der dritten von fünf Runden hatte sie sich bereits auf Range 20 nach vorne gearbeitet. Hanna Klein klebte am Hinterrad der Polin Aleksandra Dawidowicz. Doch dann fiel ihr die Kette vom Ritzel und sie musste vom Bike. Prompt verlor Klein wieder drei Positionen. "In dieser Phase ging es super, ich dachte, jetzt gebe ich Gas. Aber danach hatte ich große Mühe, meinen Rhythmus wiederzufinden", erklärte Hanna Klein.
So machte sie nur noch einen Platz gut. Rang 22 mit 9:47 Minuten hinter der norwegischen Siegerin Gunn-Rita Dahle-Flesjaa (1:32:07) war aber immerhin das beste Resultat in dieser Saison. "Das war jedenfalls schon wieder ganz anders als zuvor und ich hoffe, dass die Rennen, die noch kommen, jetzt wieder besser laufen", meinte Hanna Klein zu ihrem kleinen Erfolgserlebnis.
Beste Deutsche war Olympiasiegerin Sabine Spitz (Murg-Niederhof), die mit 3:13 Minuten Rückstand Sechste wurde. Die Weltcup-Gesamtwertung hatte Weltmeisterin Catharine Pendrel schon vor dem letzten Rennen für sich entschieden. Hanna Klein verbesserte sich noch von Platz 50 auf Rang 43. Im U 23-Rennen der Männer kam Kleins Teamkollege Christian Pfäffle nie richtig ins Rennen. "Die Beine waren richtig zu", bekannte der Neuffener nach dem Wettkampf, den er mit 6:38 Minuten Rückstand auf den siegreichen Italiener Gerhard Kerschbaumer (1:24:45 Stunden) als 19. beendete. "Das geht schon in Ordnung, es war nicht mehr drin", so Pfäffle, der das ganze Rennen über zwischen Platz 18 und 20 lag.
Die Höhenlage von Val d’Isére und der Regen am Samstagmorgen führte er als mögliche Gründe für ein Ergebnis an, das er zu seinen schwächeren in diesem Jahr zählte. "Ich musste einige Streckenabschnitte laufend bewältigen, das liegt mir nicht. Und in der ersten Runde bin ich gestürzt und habe mir Hintern und Wade aufgerissen", erklärte der deutsche U23-Vizemeister. Als er diese Erklärungen abgab, standen die Schweizer Matthias Stirnemann und Reto Indergand daneben. Beide gehören zu den besten U23-Fahrern und lagen an diesem Tag in den Savoyen noch hinter Pfäffle.
"Das Ergebnis ist ganz schön durchmischt", meinte der 19-Jährige. Das ist nicht untypisch für Rennen in der Höhe. Seine erste U23-Weltcup-Saison beendete Pfäffle auf Rang 17, womit er übrigens immer noch der beste Fahrer des jüngsten Jahrgangs war. Der Niederländer Michiel van der Heijden gewann die Gesamtwertung vor Kerschbaumer und dem Deutschen U23-Meister Markus Schulte-Lünzum (Haltern).
Heiko Hog (Rothaus-Poison) fuhr im Junioren-Rennen auf Rang 76. Damit war der Breitnauer nicht zufrieden. Nach der ersten Runde lag er noch auf dem 38. Platz, fiel dann aber immer weiter zurück und hatte am Ende 15:42 Minuten Rückstand auf Weltmeister Victor Koretzky, der das Rennen nach 1:07,09 Stunden gewann. "Ich habe keinen Druck aufs Pedal gebracht", erklärte Hog enttäuscht.
Autor: bz



