Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

29. November 2014

Dreieckspyramide mit Solarzellen

Freiburger Firma will für rund zwölf Millionen Euro einen 48 Meter hohen Firmensitz im Gewerbegebiet Haid-Süd realisieren.

  1. Ein leuchtendes Beispiel soll der Solar-Tetraeder im Gewerbegebiet Haid-Süd sein. Foto: Visualisierung: Degners.com

Ein Gebäude in Tetraederform, 48 Meter hoch und außen komplett mit Solarflächen bestückt: So stellt sich die Freiburger Lichttechnikfirma Te-Trade ihren neuen Firmensitz im Gewerbegebiet Haid-Süd vor. Dafür arbeitet sie mit Solararchitekt Rolf Disch zusammen.

Eine Genehmigung für das Gebäude an prominenter Stelle direkt an der B3 gibt es noch nicht, aber das Rathaus ist prinzipiell nicht abgeneigt. Am Donnerstag wurde das Projekt dem Gestaltungsbeirat des Gemeinderats vorgestellt. Dieses Gremium mit externen Experten zeigte sich sogar "völlig begeistert" von den Plänen.

Acht Etagen hätte die Dreieckspyramide im Inneren. Ganz oben könnte ein "Spitzenrestaurant" einziehen, wie Architekt Rolf Disch im Gestaltungsbeirat erklärte, inklusive Dachterrasse und "Wahnsinnsaussicht". Das Projekt könne Freiburg nach vorne bringen, sagte Disch, der in Freiburg bereits etliche bekannte Projekte wie die Solarsiedlung oder das Heliotrop umgesetzt hat. Der "Solar-Tetraeder" passe hervorragend ins neue Gewerbegebiet Haid-Süd. Denn dieses soll eine "Null-Emissions-Fläche" werden. Optimal sei auch das Grundstück, das sich der Investor ausgeguckt hat: Es ist – wie die Flächen des Gebäudes – dreieckig.

Werbung


Hinter der Firma Te-Trade verbirgt sich Paul Heinrich Neuhorst, ehemaliger Eigentümer des Freiburger Lichttechnikspezialisten Spectral, der 2008 Insolvenz anmelden musste. Das Unternehmen hatte seinen Firmensitz in unmittelbarer Nachbarschaft im Gewerbegebiet Haid. Auch Te-Trade ist derzeit dort ansässig. Die Investitionskosten für den "Solartetraeder" lägen bei zehn bis zwölf Millionen Euro, schätzt Neuhorst.

Eigentlich sind im neuen Gewerbegebiet Haid-Süd nur Gebäudehöhen von maximal 20 Metern erlaubt. Um das Projekt genehmigen zu können, müsse der Bebauungsplan geändert werden, erklärte Rüdiger Engel vom städtischen Baurechtsamt nach der Sitzung des Gestaltungsbeirats gegenüber der BZ. Prinzipiell könne sich die Stadtverwaltung das Projekt jedoch vorstellen.

Rathaus hält das Projekt für genehmigungsfähig

Die Mitglieder des Gestaltungsbeirats hätten kein Problem mit der Höhe. "Das Gebäude wäre ein Hingucker, eine Landmark", sagte die Vorsitzende, Jórunn Ragnarsdóttir: "Wir sind ganz begeistert." Das Gremium bemängelte nur Kleinigkeiten wie den geplanten Eingangsbereich.

Autor: Jelka Louisa Beule