Kandidatur

AfD-Landeschef Ralf Özkara tritt bei OB-Wahl in Offenburg an

Ralf Burgmaier

Von Ralf Burgmaier

Mi, 12. September 2018 um 12:54 Uhr

Offenburg

Der 7. Kandidat bei der OB-Wahl in Offenburg steht fest: AfD-Landeschef Ralf Özkara tritt an. Das erklärte er am Mittwoch. Es ist die erste AfD-Kandidatur als Oberbürgermeister im Land.

Erstmals kandidiert in Baden-Württemberg ein AfD-Politiker für das Amt des Oberbürgermeisters. Die Alternative für Deutschland schickt in Offenburg Ralf Özkara, einen ihrer zwei Landeschefs, ins Rennen um die Nachfolge von Oberbürgermeisterin Edith Schreiner (CDU). Sie tritt nach 16 Jahren im Amt nicht mehr an. Der 47-Jährige ist damit der 7. Kandidat für die Wahl am 14. Oktober.

Bereits ihre Kandidatur erklärt haben der Willstätter Bürgermeister Marco Steffens (40, CDU), der parteilose, aber von Grünen und SPD unterstützte Kölner Sozialdezernent Harald Rau (56), der Politikmasterstudenten Tobias Isenmann (29), der Malermeister Bernhard Halter (56), die Gartenbauerin Frauke Brudy (54) sowie ein weiterer Kandidat, der seine Identität noch nicht gelüftet hat.

Sachthemen oder Kriminalität im Wahlkampf?

Özkara erläuterte seine Entscheidung bei einer Pressekonferenz am Mittwoch in Offenburg: Ihn habe geärgert, dass der bisherige OB-Wahlkampf in Offenburg "komplett an der Realität vorbeiläuft". Kriminalität sei ein großes Thema, doch im OB-Wahlkampf werde vor allem über "Sachthemen" wie Verkehr, E-Mobilität oder den Krankenhausneubau geredet.



Mitte August war in Offenburg ein Arzt in seiner Praxis erstochen worden, eine Arzthelferin wurde bei dem Angriff verletzt. Die Polizei nahm einen Asylbewerber aus Somalia als mutmaßlichen Täter fest. Özkara erklärt, er trete an, "um diese Stadt schlicht und ergreifend wieder sicher zu machen". Außerdem stehe er für mehr soziale Gerechtigkeit, sagt Özkara, der zusammen mit seiner türkischstämmigen Ehefrau einen Seniorenberatungsservice betreibt.

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