Aitern tut sich mit zwei Hallen schwer

Verena Wehrle

Von Verena Wehrle

Do, 15. März 2018

Aitern

Gemeinderäte bleiben dem Bauausschuss in Schönau fern wegen Finanzierung der neuen Buchenbrandhalle / Ärger über Hundekot.

AITERN. Im Rathaus Aitern ist die Verstimmung über den geplanten Neubau der Buchenbrandhalle in Schönau noch nicht verflogen. Das wurde im Gemeinderat am Montag bekannt. Gesprochen wurden außerdem über den Kauf eines neuen Streugeräts und Hundekot.

Neue Buchenbrandhalle: Aus der letzten nichtöffentlichen Sitzung gab Bürgermeisterin Sigrid Böhlerbekannt, dass keiner der Gemeinderäte bereit war, in den Bauausschuss des Gemeindeverwaltungsverbands (GVV) zu gehen, da man noch immer keine Einigung über den Finanzierungsschlüssel zum Neubau der Buchenbrandhalle erreichen konnte. Alle Gemeinderäte aus Aitern seien dagegen, die Finanzierung der Halle in Schönau mitzutragen. Damit seien die Aiterner nämlich gezwungen, zwei Hallen zu unterhalten: die eigene Belchenhalle und Schönaus neue Sporthalle. Man brauche die Schönauer Halle nur für den Schulsport, wogegen die Aiterner Halle auch von Schönauer Vereinen genutzt werde, argumentierte Sigrid Böhler. Wie berichtet, will der GVV Schönau die alte Buchenbrandhalle abreißen und durch einen Neubau ersetzen. Aitern ist eine von neun Mitgliedsgemeinden im GVV. Kritik am geplanten Sporthallen-Neubau kommt auch aus Schönenberg.

Hundekot: Lothar Becker machte in der Fragestunde der Bürger seinem Ärger Luft. Denn im Gewann Hoggenmatt werde der Wanderweg von der B 317 hoch nach Aitern als öffentliche Hundetoilette benutzt. Der gesamte Weg gehöre mehreren Privatbesitzern, unter anderem ihm. Er habe schon vor vielen Jahren an zwei Stellen Schranken angebracht, da der Weg auch von Reitern und als Fahrweg genutzt wurde, was nicht erwünscht sei. Die untere Schranke wurde nach einem Holzhieb vor langer Zeit gar nicht mehr wiederaufgebaut, ärgerte er sich. Dass der Weg nun als Austrittstelle für Hunde genutzt werde und voller "Tretminen" sei, lasse er nicht länger zu. So forderte er den Gemeinderat auf, innerhalb der nächsten zwei Wochen etwas zu unternehmen. Ansonsten werde er die Erlaubnis für den Übergang des Weges zum 1. Mai 2018 beenden. Das Thema wurde dann in der nicht-öffentlichen Sitzung nochmals besprochen. Der Inhalt der Besprechung ist nicht bekannt.

In Sachen Felssanierung oberhalb der Waldstraße berichtete Bauamtsleiter Klaus Steinebrunner vom Schönauer Rathaus über den aktuellen Sachstand. Die Maßnahmen sollen bald wieder losgehen. "Wir müssen schauen, dass die Maßnahme bis zum Sommer abgeschlossen ist, wir sind schon lange dran", so Hanspeter Asal. Im Oktober 2016 hatte die Firma Alpina für die Sicherungsmaßnahmen ein Nachtragsangebot in Höhe von 97 300 vorgelegt. Bürgermeisterin Sigrid Böhler hatte dieses Angebot bestätigt. Denn aufgrund der Dringlichkeit war sofortiger Handlungsbedarf notwendig. Der derzeitige Zahlungsstand beträgt 55 500 Euro, der Zuschuss des Regierungspräsidiums 90 000 Euro. Eine förmliche Zustimmung durch den Gemeinderat Aitern hatte bisher nicht stattgefunden. Dieser stimmte dem Nachtragsangebot nun am Montag einstimmig zu.

Winterdienst: Der Winter ist zwar fast vorbei, doch die nächste kalte Jahreszeit ist absehbar. Auch der Anschaffung eines neuen Streugerätes für Aitern und Tunau stimmten die Räte zu (brutto 17 100 Euro). Weil das derzeitige Streugerät für netto 10 000 Euro verkauft werde, entstehen der Gemeinde Aitern Kosten nur in Höhe von 2580 Euro. Die Gemeinde Tunau zahlt nach dieser Verrechnung noch 2380 Euro für das neue Streugerät.