Aiterner Rat stimmt Erneuerung von Löschfahrzeug zu

Verena Wehrle

Von Verena Wehrle

Mi, 30. Mai 2018

Aitern

Halle braucht vorerst keine neue Heizung / Zweiter Fluchtweg fürs Bildungshaus kommt / Private Kapelle in Untermulten kann gebaut werden.

AITERN. Der Gemeinderat Aitern hat in seiner Sitzung am Montag zahlreiche wichtige Themen diskutiert.

Kapellen-Vorhaben: Der Rat diskutierte eine Bauvoranfrage für eine öffentliche Kapelle in Untermulten. Christiane Hammer vom Matrihof plant eine solche Kapelle auf ihrem privaten Grundstück zu bauen, die schräg gegenüber dem Skihäuschen stehen soll, wo ein gut besuchter Wanderweg vorbeiführt. Hammer selbst will den Bau der Kapelle finanzieren und diese dann auch betreuen, die Kapelle soll aber für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Die Gemeinde habe grundsätzlich nichts gegen den Bau, wünsche sich aber, dass beide Grundstücke, jenes vom Hof und jenes, auf das die Kapelle soll, zusammengelegt werden.

Fluchtweg Grundschule: Auch der zweite Fluchtweg für die Grundschule war Thema. Man sprach sich gegen die Variante aus, den Fluchtweg mit tragbaren Leitern zu sichern. Feuerwehrkommandant Markus Wunderle machte deutlich, dass dies nicht mehr zeitgemäß sei. Die zweite Variante – ein Fluchtweg mit zwei Türen von einem Klassenzimmer ins nächste und dann nach draußen – wird nun realisiert.

Heizung in der Belchenhalle: Einen Großteil der Sitzung nahm die Information über die Heizungsanlage der Belchenhalle ein. Ingenieur Eduard Behringer hatte sich die Anlage genauer angeschaut. Diese sei zwar mittlerweile 24 Jahre alt, habe aber noch keine Instandhaltungskosten verursacht, was wirklich beachtlich wäre, betonte Behringer. Die Wartung der Heizung übernimmt Gemeindearbeiter Dirk Kiefer. 240 Kubikmeter Hackschnitzel verheizt die Heizung jährlich, sie ist neun Monate im Jahr in Betrieb. Nachteile seien, dass sie keinen Puffer habe und keine automatische Entaschung. Die Anlage sei noch sehr robust. So bestehe keine dringende Notwendigkeit, den Kessel auszutauschen. Man könne einen Wechsel nun in Ruhe vorbereiten. "Wir sind froh, dass wir nicht gedrängt sind, so tief in die Tasche zu greifen", sagte Bürgermeisterin Sigrid Böhler erleichtert.

Feuerwehr: Großes Thema war auch die Freiwillige Feuerwehr Aitern. Die Räte stimmten dafür, dass die Feuerwehr ab September ihren Bedarfsplan auf 2028/29 fortschreibt. Auch stimmten sie dafür, dass das Feuerwehrfahrzeug modernisiert wird sowie, sobald der Mängelplan vorliegt, auch das Feuerwehrgerätehaus modernisiert werden soll. Kommandant Markus Wunderle informierte über die notwendigen Maßnahmen, die das 32 Jahre alte Fahrzeug wieder so weit bringen, dass es die Wehr bedenkenlos betreiben kann. Allein schon die fehlenden Sicherheitsgurte für die Wehrleute machten klar, dass dringender Handlungsbedarf bestehe. Ein Kostenvoranschlag von 2016 schätzte die Kosten für die Ertüchtigung auf 30 000 Euro. Nun seien die Gesamtkosten auf 43 400 Euro gestiegen. Den größten Brocken machen die Wasserbehälter aus, damit man auf dem Fahrzeug künftig Wasser mitführen kann. Damit wird der 7,5-Tonner allerdings zu einem 8,5-Tonner. Auch der Lichtmast auf dem Dach verursache hohe Kosten. Den Unimog will die Wehr mit den Umbauten wieder für weitere sechs bis acht Jahre fit machen. Drei bis vier Monate werden die Umbauten andauern, während dieser Zeit erhält die Wehr ein Ersatzfahrzeug. Man stehe unter Zeitdruck, denn vor Ablauf des Winters brauche man das Fahrzeug wieder. Bis 2024 benötigt die Wehr auch eine neue Bleibe für ein neues Fahrzeug und deshalb denke man schon jetzt an den Umbau der Feuerwehrgarage.

Nachhaltige Projekte: Bei den Nachhaltigkeitstagen Baden-Württemberg wird die Gemeinde zwei Projekte vorstellen, zum einen die Seniorengruppe "Fit und genussvoll ins Alter" und zum anderen die Sanierung des Grillplatzes auf den Winden.