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28. Januar 2014

STEUERN

6000 Euro Sonderausgaben

An den Kosten für ein Erststudium oder die Erstausbildung beteiligt sich das Finanzamt nur eingeschränkt. Studenten oder Auszubildende können jährlich 6000 Euro als Sonderausgaben geltend machen. Darauf weist der neue Verband der Lohnsteuerhilfevereine (NVL) in Berlin hin. Der Nachteil: Die Ausgaben sind nur mit steuerpflichtigen Einnahmen desselben Jahres verrechenbar.

Anders ist es, wenn Steuerzahler bereits eine Ausbildung absolviert haben und dann studieren oder eine weitere Ausbildung beginnen. Dann können die Ausgaben als Werbungskosten abgesetzt werden. In diesem Fall ist es außerdem möglich, diese Ausgaben als Verluste in jedem Jahr festzustellen und auf spätere Jahre zu übertragen. Auf diese Weise kann die Steuerlast beim Einstieg in den Beruf gemindert werden.

Als Erstausbildung gilt dabei bereits der Bachelor-Abschluss. Das heißt: Das Master-Studium ist als Zweitstudium steuerlich voll abzugsfähig. Die Rechtsprechung geht sogar noch weiter. Als Erstausbildung werden nach Auffassung des Bundesfinanzhofes (BFH)in München auch die Ausbildung als Rettungssanitäter (Az.: VI R 52/10) und der sechsmonatige Lehrgang zum Flugbegleiter (Az.: VI R 6/12) akzeptiert. Auch für Wehrdienstleistende greifen besondere Regelungen.

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Autor: dpa