Frankreich

Akw Fessenheim drosselt Produktion aufgrund hoher Temperaturen

Bärbel Nückles

Von Bärbel Nückles

Fr, 03. August 2018 um 14:33 Uhr

Südwest

Aufgrund der hohen Temperaturen hat das Akw Fessenheim in der Nacht von Donnerstag auf Freitag seine Produktion gedrosselt. Möglich ist, dass ein Reaktor komplett heruntergefahren wird.

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag hat das Akw Fessenheim erstmals seit der Hitzeperiode in diesem Sommer seine Produktion gedrosselt. Damit soll verhindert werden, dass sich das Wasser des Rheinseitenkanals auf mehr als 28 Grad, die erlaubte Obergrenze, erwärmt.

Nach Informationen der Zeitung L’ Alsace sei die zulässige Maximaltemperatur nun überschritten worden.
Das Akw bezieht sein Kühlwasser aus dem Rheinseitenkanal. Noch zu Beginn der Woche hatte ein Sprecher der Akw-Leitung gegenüber der Badischen Zeitung versichert, bislang gebe es keinen Anlass, die Produktion einzuschränken. Man überprüfe jedoch täglich die Wassertemperatur.

Entschieden wird je nach aktueller Lage

Nun sah sich EDF gezwungen, die Leistung von Reaktor 2 von 900 auf 600 Megawatt herabzusenken. Damit verringert sich die Menge verbrauchten und erwärmten Kühlwassers, das in den Kanal zurückgeführt wird. Angesichts der weiter hohen Temperaturen in den kommenden Tagen könnte EDF sogar einen der Reaktoren vollständig herunterfahren.

Aus der Akw-Pressestelle heißt es, man entscheide je nach aktueller Lage. An anderen Akw-Standorten in Deutschland, aber auch in Frankreich, hatten die Betreiber bereits zu Beginn der Woche entsprechende Konsequenzen gezogen.

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