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22. April 2010
Kindererholung hat oberste Priorität
Hauptversammlung des Albbrucker Vereins Zukunft für Ritschow / Gastfamilien gesucht.
ALBBRUCK (de). Bei der jüngsten Mitgliederversammlung des Vereins Zukunft für Ritschow – Leben nach Tschernobyl in der Region Gomel/Belarus wurde Andreas Puke zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. In die Kindererholung wird er sich ebenso einschalten wie in die handwerklichen Arbeiten an der Schule in Ritschow.
Verbunden mit dem Rückblick der Vorsitzenden Hedi Müller auf das vergangene Jahr war die Hoffnung, dass wieder ausreichend Gastfamilien bereit sind, auch in diesem Jahr ein oder zwei Kinder in ihren Familien aufzunehmen, wenn jene Kinder aus der von der Atomreaktorkatastrophe im ukrainischen Tschernobyl 1986 mitgeschädigten weißrussischen Region an den Hochrhein in die Freien kommen. Die Kindererholung hat Priorität vor allen anderen Aktivitäten des Vereins. "Wir freuen uns, dass die belarussische Regierung offiziell anerkannt hat, dass solche Aufenthalte für die Gesundheit der Kinder aus dem tschernobyl-geschädigten Gebiet sehr wertvoll sind", erklärte Hedi Müller. Dadurch könne die Arbeit vor Ort auch erleichtert werden.
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Ein weiteres Augenmerk legt der Verein auf die Schule in Ritschow. Um den Kindern vernünftigen Sportunterricht zu ermöglichen, ist es dringend notwendig, den Boden im Sportsaal zu erneuern. So wird Andreas Puke mit weiteren ehrenamtlichen Helfern und einigen belarussischen Männern einen neuen Boden dort einbauen. "Ob wir dies in einer Woche schaffen ist fraglich. Wir werden die Ärmel solange hochkrempeln bis die Arbeiten abgeschlossen sind", versicherte der stellvertretende Vereinsvorsitzende.
Vor der Mitgliederversammlung berichtete Hedi Müller auch über die Familienhilfen in Ritschow und Umgebung. In einer Gegend, wo viele Eltern mit Alkoholproblemen zu kämpfen haben, sei es ganz wichtig, sich auch dieses Problems anzunehmen. So war es in der Vergangenheit möglich, per Vermittlung der belarussischen Vereinsvorsitzenden Mütter und Väter zur Teilnahme an einem entsprechenden stationären Programm zu bewegen. Wichtig war es auch, an der Schule eine Lehrerin zu gewinnen, welche die Kinder auch außerhalb des Unterrichts im Auge hat.
Um die Aufgaben auch künftig schultern zu können, ist der Verein Zukunft für Ritschow dringend auf Spenden angewiesen.
Autor: bz
