Alles wartet auf den Clubhausumbau, die Gerüchte brodeln

Eva Korinth

Von Eva Korinth

Mo, 02. Juli 2018

Titisee-Neustadt

HSV-Vorsitzender Felix Pfaff muss den Mitgliedern die Bedingungen für die Zusammenarbeit mit FC Neustadt, dem Turnverein und der Stadt erklären.

TITISEE-NEUSTADT. Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter dem Sportverein Hölzlebruck (HSV). Der Vorsitzende Felix Pfaff sagte in der Hauptversammlung, alles sei bereit für den Clubhausumbau. Die Finanzierung stehe, die Baugenehmigung sei da, die Unbedenklichkeitsbescheinigung des Badischen Sportbunds (BSB) liege vor. "Theoretisch könnte es losgehen. Es hängt an der Feinplanung, das muss jetzt zügig abgeschlossen werden." Pfaff sagte, ein Problem stelle die derzeit gute Auslastung der Handwerker dar, sodass der Wunschstart im Herbst schwierig sei. Aber "spätestens im Frühjahr sollte es losgehen und in einem halben bis dreiviertel Jahr alles abgeschlossen sein".

Der Vorsitzende erläuterte auf die schriftliche Anfrage von Rainer Büche die Hintergründe des Vertrags sowie die Bedingungen und Auswirkungen auf den HSV. In der Gerüchteküche brodelt es, unter den Mitgliedern geht die Angst um, der Verein werde auf Jahrzehnte finanziell zu sehr belastet. Offenlegen könne er den Vertrag nicht, da dieser zwischen dem Fußballclub Neustadt (FCN) und der Stadt Titisee-Neustadt geschlossen sei. Hätten der HSV, der Turnverein Neustadt (TVN) und der FCN den Vertrag mit der Stadt zum Bau des Umkleidetrakts unterschrieben, hätte es nicht die 130 000 Euro Zuschuss vom BSB gegeben. Denn nach Zuschussregelung des BSB kann nur ein Verein für ein Projekt bezuschusst werden. Man habe sich geeinigt, dass der FCN dieser Partner ist, der den Vertrag mit der Stadt abschließt. Die Stadt verpflichtet sich darin, 670 000 Euro für den Bau zu geben. Festgeschrieben ist darin auch eine Erbpacht über zehn Jahre mit der Option auf Verlängerung sowie ein gedeckelter Betrag von der Stadt für die Betriebs- und Nebenkosten. Letzteres kann bei Über- und Unterschreiten neu verhandelt werden. Zehn Jahre ist der FCN somit in der Pflicht, den Bau zu unterhalten und für Instandsetzung zu sorgen. HSV und TVN sind mit dabei, sie haben sie sich per Vertrag mit dem FCN verpflichtet. Der Bau kostet rund 1 Million Euro. Die Differenz zu den 800 000 Euro tragen alle drei Vereine durch Eigenleistungen. Der TVN liefert die Planung durch Volker Dengler.

In seinem Sport-Rückblick zeigte Pfaff auf, dass die Anzahl der Kinder und Jugendlichen eine Herausforderung darstelle, da es an Trainern und Betreuern fehle: "Der große Zulauf muss erst einmal bewältigt werden." Dank der Mithilfe der Mitglieder und der Aktiven könne der HSV an großen Veranstaltungen wie Sportwochenende, Sommernachtsfest, Skispringen und HSV-Ball Einnahmen für die Kasse erwirtschaften. Viel zu tun gebe es immer beim Fußballspaß, dem Ferienangebot durch den Jugendförderverein.

2017 hat man zwei neue Schiedsrichter gefunden, davon ein Jugendspieler aus den eigenen Reihen.

Rückblicke der Aktiven
Mit der Leistung der ersten Herrenmannschaft sei man zufrieden, sagte Matthias Rogg. Die Trainingsbeteiligung sei ungebremst hoch. Die Mannschaft habe sich in der Bezirksliga mit dem achten Tabellenplatz behauptet und sei Unentschiedenkönig gewesen. Die zweite Mannschaft (Kreisliga B) wurde Dritter. "Das war eine super Saison", stellte Eugen Waldvogel fest. Bei den Alten Herren war dagegen die Luft draußen, bei vier Turnieren lief alles unter dem Motto dabei sein und Spaß haben, sagte Dirk Hackenjos.


Kasse
4300 Euro blieb bei Kassierer Karsten Kraft übrig. Das Geld fließt in die Rücklagen. Kraft hob hervor, dass die Einnahmen aus den Veranstaltungen wichtig sind. Der Förderverein entlaste den HSV mit seiner Unterstützung der Jugend.

Wahlen
Im Führungsteam wurde Christian Schwär anstelle von Sascha Rombach zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Rombach hat Aufgaben in der Jugend übernommen. Geblieben sind: Vorsitzender Felix Pfaff, Geschäftsführer Eugen Waldvogel, Kassierer Karsten Kraft/Herbert Brenner, Spielvorsitzende Matthias Rogg/ Sascha Wehrle, Kassenprüfer Detlef Schwab/Jochen Schwär. Die Beisitzer Pirmin Schlenker, Daniel Beha, Christian Döbele erhalten Unterstützung von Patrick Matt und Daniel Brenner.

Ehrungen
50 Jahre HSV-Mitglied sind Wolfgang Tröndle, Albert Riesterer, Margarete Porsche und Hans Konings. 40 Jahre: Manfred Kleiser, Christian Schwär, Helmut Scherer, Reinhold Kleiser, Marlies Herrmann und Lukas Faller. 25 Jahre: Karl Birkle. 250 Spiele haben Mike Straub, Johannes Faller und Christoph Straub.