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12. Juni 2012 14:26 Uhr

Sanierung

Altbau-Modernisierung: Reihenfolge ist entscheidend

Besitzer von Altimmobilien fürchten die Nebenkostenabrechnung wie der Teufel das Weihwasser. Eine Modernisierung des Eigenheimes ist oft der Ausweg daraus.

  1. Modernisierung mit System – so lautet die Devise. Foto: dapd

"Die Devise lautet: Erst die Gebäudehülle inklusive der Fenster auf Vordermann bringen und danach über das technische Innenleben des Hauses nachdenken", so Ulrich Tschorn, Geschäftsführer des Verbandes Fenster + Fassade. Die Reihenfolge ist deshalb so wichtig, weil viele Hauseigentümer nicht einkalkulieren, dass sich der Heizwärmebedarf des Hauses durch neue Fenster und die verbesserte Außendämmung erheblich reduziert – von zum Teil heute noch bis zu 30 Litern Heizöl pro Quadratmeter und Jahr auf zehn Liter und weniger. "Wer will denn heute noch ein Auto fahren, das 20 oder 25 Liter Kraftstoff benötigt? So, wie beim Kauf eines neuen Wagens die Wirtschaftlichkeit im Vordergrund steht, sollten es auch Hausbesitzer handhaben", findet Tschorn. Nach der Außenhülle kommt schließlich die Heizung an die Reihe, die dann oft kleiner dimensioniert werden kann und mit Blick auf die viel zitierte Energiewende bereits für die Nutzung erneuerbarer Energien ausgelegt ist. "Ein geringer Heizbedarf ist die beste Voraussetzung für den Einsatz erneuerbarer Energien. Damit erspart man sich gleichzeitig teure Umrüstungen und ist für die zukünftigen Innovationen auf dem Energiemarkt bestens gewappnet", so Tschorn.

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Zeitgemäße Wärmedämmfenster halten dank ihrer guten Dämmwirkung die Wärme zuverlässig im Raum. "Je nach Alter und Dämmwert der ausgetauschten Fenster kann der Ölverbrauch pro Jahr um mehrere hundert Liter gesenkt werden."

Doch bei Fenstern und Haustüren ist noch nicht Schluss mit der Modernisierung: Leerrohre und Kabelstränge an der Maueröffnung, die gleichzeitig in der Dämmung der Wand verlegt werden, helfen bei einer späteren Automation der Fenster – zu nennen sind hier zum Beispiel automatische Rollläden, Fensteröffnungs- oder Belüftungssysteme. "Auch die alten Rollläden, bei denen der Wind oft durch die undichten Rollladenkästen pfeift, sollten erneuert werden und können gleichzeitig automatisiert werden." Dadurch werden Wärmebrücken und spätere Folgekosten durch Ausbesserungsarbeiten vermieden. Bei der Fassadendämmung gilt: Je besser die Dämmwirkung, umso besser ist anschließend zusammen mit den neuen Fenstern die Gesamteinsparung. Zum Abschluss kann der dann viel geringere Restwärmebedarf durch den Einsatz erneuerbarer Energien ergänzt werden.

Autor: BZ


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