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06. Mai 2009

Amann tritt für die Jumelage in Pedale

Designierter Malleis-Nachfolger / Krieger: Wichtiges Anliegen

  1. Gern in Le Croisic: Torsten Amann bei der Radankunft 2006 Foto: BZ

LAUFENBURG. Es war im Spätsommer 2006, als Torsten Amann nach einer 19-tägigen Solo-Fahrradtour von Laufenburg nach Le Croisic am Zielort einfuhr und die bretonische Flagge schwenkte. Der Laufenburger Feuerwehrmann wollte die Aktion als "ein ganz persönliches Zeichen" verstanden wissen zum 30-jährigen Bestehen der engen Bande der Wehr mit dem Seenotrettungsdienst der französischen Partnerstadt. Nun ist Amann bereit, für die Jumelage erneut in die Pedale zu treten – als designierter Vorsitzender des Deutsch-Französischen Freundeskreises.

Vor elf Monaten hatte die Vorsitzende Monique Malleis über ein nachlassendes Interesse an der Partnerschaft geklagt, gar deren Zukunft in Frage gestellt und kundgetan, 2009, nach fast drei Jahrzehnten im Amt, abtreten zu wollen. "Fahrräder laufen auch nicht von alleine, da muss man eben treten", hatte damals im Gespräch mit der BZ Gert Philipp gekontert. Der Motor der Jumelage führt heuer über Pfingsten zum zehnten Mal eine – auch diesmal mehr als 80 Leute zählende – Reisegruppe des Schwarzwaldvereins zu einem 14-tägigen Familienevent nach Le Croisic. In der Hauptversammlung des Freundeskreises morgen, Donnerstag, im "Rebstock" kandidiert mit Amann ein Mann für den Vorsitz, der Philipps Velo-Bild längst mit Leben erfüllt hat und ebenfalls seit Jahren für etliche Aktivitäten im Geist der Städtepartnerschaft steht.

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Der 42-Jährige, der stellvertretender Leiter der Feuerwehrabteilung Laufenburg ist (und auf der Liste der SPD für den Gemeinderat kandidiert), zeigt gern stolz die zahlreichen im Gerätehaus aufgestellten Gastgeschenke, die den intensiven und kontinuierlichen Austausch der Waldstadt-Wehr mit dem Seenotrettungsdienst und der Feuerwehr von Le Croisic dokumentieren. Noch wichtiger als die großen Begegnungen sind Amann die gewachsenen persönlichen Freundschaften: "Da trifft man sich ohne große Absprachen das Jahr über hüben wie drüben und freut sich über das Miteinander", hat er der BZ einmal gesagt.

Bürgermeister Ulrich Krieger, kraft Amtes im Vorstand des Freundeskreises, bezeichnete es gestern auf BZ-Anfrage als "ein wichtiges Anliegen", den Kontakt zur Partnerstadt an der Atlantikküste "wieder zu intensivieren". Mit seiner französischen Kollegin Michèle Quellard stehe er per E-Mail in Verbindung. Eine erste persönliche Begegnung solle es nach Möglichkeit bald geben.

Autor: Winfried Dietsche