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23. Mai 2012 07:45 Uhr

Bayern

Amok-Alarm in Memmingen – was sind die Hintergründe?

Es hätte eine Katastrophe werden können, doch der Amok-Alarm an einer Memminger Schule ging ohne Blutvergießen zu Ende. Der Tatverdächtige stellte sich nach stundenlangem Nervenkrieg.

Er ist mit zwei scharfen Waffen in die Schule gegangen. Hier – wie auch später auf einem Sportgelände in Memmingen – schoss er um sich, offenbar aber nicht gezielt. Nach dem glimpflichen Ende des Großeinsatzes am Dienstagabend ohne Verletzte und der Festnahme des Tatverdächtigen stehen nun die Ermittlungen zu den Hintergründen auf dem Programm: Woher hatte der Jugendliche die Waffen? Warum brachte er sie mit in die Schule und was war der Grund seiner Tat?

"Sein Vater war legaler Waffenbesitzer und Sportschütze." Polizeisprecher
Ein Polizeisprecher sagte am frühen Mittwochmorgen, kurz vor der Tat sei die Beziehung des Jugendlichen zu seiner Freundin in die Brüche gegangen. Ob dies in Zusammenhang mit der Tat stehe, sei aber noch unklar.

Die Waffen des 14-jährigen Schützen aus Memmingen gehören dessen Vater. Das teilte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch als Ergebnis erster Ermittlungen zu dem Amokalarm mit. Der Vater sei ein Sportschütze. Der Tatverdächtige wurde nach seiner Festnahme am Dienstag in eine jugendpsychiatrische Einrichtung gebracht und sprach dort mit einem Jugendpsychiater. Am Mittwoch soll er dem Haftrichter vorgeführt werden.

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Der Jugendliche hatte am Dienstagmittag an seiner Schule im bayerischen Memmingen geschossen und sich anschließend auf einem Sportplatz verschanzt. Nach mehrstündigen Verhandlungen mit der Polizei konnten Beamte den bewaffneten Jugendlichen am Dienstagabend festnehmen, nachdem er weitere Schüsse abgegeben und schließlich aufgegeben hatte. In dem Sportheim auf dem Gelände hielt sich über Stunden auch noch eine Gruppe von etwa 15 Kindern und Erwachsenen auf. Sie war aber nach Angaben des Polizeisprechers in Sicherheit.

Drei Schüler hätten den 14-Jährigen mittags am Eingang des Gebäudes mit Waffen in der Hand gesehen und den Schuss gehört. Danach flüchteten die etwa 280 Schüler sofort mit den Lehrern in die Klassenzimmer und verschanzten sich darin. Mit mehrmaligen Lautsprecherdurchsagen wurden sie aufgefordert, die Räume nicht zu verlassen. Laut ersten Aussagen von Mitschülern hatte es zwischen dem Jugendlichen und Mitschülern vor dem Schuss einen Streit gegeben.

Autor: dpa


28 Kommentare

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Gelöschter Nutzer #793088

Registriert seit: 16.11.2009

Kommentare: 562

23. Mai 2012 - 08:37 Uhr

Die Frage woher dieser Junge die Waffen hatte ist in der Tat sehr interessant. Wenn ich mal raten dürfte würde ich vermuten dass sie -mal wieder- ungesichert zuhause rumlagen.

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Patrick Halberstram

Registriert seit: 08.04.2012

Kommentare: 126

23. Mai 2012 - 08:49 Uhr

Naja erstmal abwarten, um welche Art Waffen es sich handelt. Es kursieren ja schon Gerüchte, dass es nur Schreckschusspistolen gewesen sein sollen.
Am besten den Ball solange flach halten, bis sich die erste Hysterie gelegt hat.

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Gelöschter Nutzer #793088

Registriert seit: 16.11.2009

Kommentare: 562

23. Mai 2012 - 09:21 Uhr

quod erat demonstrandum:

"Indes werden weitere Details über die Familie des Jungen bekannt. So sei der Vater des 14-Jährigen langjähriges Vorstandsmitglied und zweiter Vorsitzender der "Königlich privilegierten Feuerschützengesellschaft 1414 Memmingen" - ein Schützenverein. Davon gibt es noch sieben weitere in und um Memmingen. "

Quelle: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/polizei-nimmt-schuetzen-von-memmingen-auf-sportplatz-fest-a-834607.html

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Luzian Löffler  

Luzian Löffler

Registriert seit: 12.02.2010

Kommentare: 407

23. Mai 2012 - 10:11 Uhr

Für manche scheint es ein amüsantes Ratespiel zu sein.

Ich sehe dies so, dass hier ein aus Liebeskummer frustrierter 14-jähriger Rotzlöffel für einen Tag ins Rampenlicht der deutschen Medien und in das Laufband bei N-TV wollte.
Dies ist ihm gelungen!

Am Vortag wurde übrigens auf N24 wieder einmal der Bericht "Columbine High School - Protokoll eines Massakers" ausgestrahlt.

Da wurde ihm von den gleichen Medien gezeigt, wie man auf schrecklich einfache Art zu kurzem - wenn auch fürchterlichen Ruhm gelangen kann.

Woher und wie er sich die angeblich scharfen Waffen illegal beschafft hat, ist noch immer reine Spekulation.

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Patrick Halberstram

Registriert seit: 08.04.2012

Kommentare: 126

23. Mai 2012 - 13:24 Uhr

Ich frage mich auch, was für ein Tresor das gewesen sein soll. Ich denke, dass der Junge wohl irgendwie an den Schlüssel gekommen sein muss.
Wie auch immer, eine Bestrafung des Vaters ist unumgänglich!

[ed.]

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Thomas Kaufmann

Registriert seit: 25.02.2010

Kommentare: 465

23. Mai 2012 - 13:36 Uhr

@Halberstram
Das ist meine persönliche Meinung. Selbst solche Sätze "Soldaten sind Mörder" fallen darunter.
In der Vergangenheit zeigte sich bei den letzten Amokläufen, daß die Täter durch den Umgang mit den Waffen in Schützenvereinen dafür trainieren konnten. Daran gibt es nichts zu Diskutieren.
Sport wäre für mich Biathlon, wobei das ganz andere Waffen sind, weniger für das Töten von Menschen konstruiert.

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Thomas Kaufmann

Registriert seit: 25.02.2010

Kommentare: 465

23. Mai 2012 - 14:11 Uhr

@Halberstram
Für Sie mag das Hysterie sein, ich habe meine persönlichen Gründe dafür. Ich möchte Sie daher bitten, mich nicht für meine persönliche Meinung anzugreifen!

Außerdem bitte mir nicht irgendwelche andere Dinge unterstellen, zumal ich selber Verfechter von 0,0 Promille beim Autofahren bin. Ich halte mich strikt daran, wenn ich trinke, fahre ich nicht, Alkohol wirkt auf das Gehirn und mindert z.B. die Reflexe. Ganz einfach :-)

Habe ich schon geschrieben, daß ich Grönemeyer nicht mag?
Und was TV und Fernsehen betrifft: Realität != Wirklichkeit

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Patrick Halberstram

Registriert seit: 08.04.2012

Kommentare: 126

23. Mai 2012 - 14:28 Uhr

Herr Kaufmann, ganz einfach. Ich akzeptiere Ihre Meinung bis dahin, wo diese meine Interessen tangiert. Sie plädieren für ein konsequentes Verbot von Waffen.
Sie dürfen gerne Ihre Meinung haben aber ich lasse mir von Ihnen nicht vorschreiben, wie ich zu leben habe und welchen Sport ich auszuüben habe.
Ich jogge, fahre Rad und ich bin Sportschütze, das haben Sie und alle anderen zu akzeptieren.

Das Problem an der Sache ist die Heuchelei welche den angeblich so besorgten Menschen zu eigen ist. Sie wollen eine sichere, perfekte Gesellschaft. Sportschützen sind für Sie Subjekte, die nicht in diese heile Welt passen. Aber viele, weitaus schlimmere Dinge werden akzeptiert. Das ist Heuchelei!

Aber OK schön, dann drehen wir den Spieß eben mal um:

Ich erkläre mich bereit, sofort meinen Sport aufzugeben und meine Waffen zu vernichten, wenn folgendes im Sinne des Allgemeinwohls geschieht:

1. Ein konsequentes Verbot von Alkohol in der Öffentlichkeit und am Steuer!

Begründung: Alkohol ist ein hochwirksames Nervengift und in keinster Weise lebensnotwendig. Der Konsum von Alkohol zieht in vielen Fällen Gewalt und Unfälle nach sich. Alkohol ist daher zu verbieten!

2. Ein Verbot von Fußballspielen mit Zuschauerbeteiligung!

Begründung: Fußballspiele mit Zuschauerbeteiligung ziehen, wie jüngst gesehen, enorm gewaltbereite Gruppen von Menschen an. Jedes Wochenende sind etliche Hundertschaften Polizei in den Stadien gebunden. Es werden jedes Wochenende etliche Polizisten und Unschuldige bei Krawallen verletzt. Der Volkswirtschaftliche Schaden ist enorm. Daher sind solche Spiele mit Zuschauerbeteiligung zu verbieten!

3. Eine Zensur von Gewaltdarstellungen in Film und Fernsehen!

Begründung: Die Darstellung expliziter Gewalt hat einen nachweislich negativen Einfluss auf Kinder und Jugendliche und führt zu sozialer Verrohung.
Die perfide Bagatellisierung von Gewalt und Mord hat nichts mit Unterhaltung zu tun und ist daher in geeigneter Form zu zensieren!

Die Liste lässt sich noch um einige Punkte ergänzen.

Also, erst wenn diese Punkte im Sinne des Allgemeinwohles und der Sicherheit ebenfalls umgesetzt werden, bin ich als Waffenbesitzer bereit, meinen Teil dazu beizutragen.
Solange nur ich alleine als Sportschütze meinen Teil dazu leisten soll, wehre ich mich dagegen - aber niemals mit Waffengewalt :-)

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Thomas Kaufmann

Registriert seit: 25.02.2010

Kommentare: 465

23. Mai 2012 - 15:00 Uhr

@Halberstram
Ah, Sie sind Sportschütze, daher weht der Pfeffer. Und wir als Gesellschaft sollen also akzeptieren, daß immer wieder aus den Reihen der sogenannten Sportschützen Amokläufer hervorgetreten sind und etliche Menschen erschossen hatten?

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Manuel Rosenthal-Schöpflin  

Manuel Rosenthal-Schöpflin

Registriert seit: 13.07.2010

Kommentare: 1699

23. Mai 2012 - 16:03 Uhr

"daß Amokläufer aus den eigenen Reihen zu akzeptieren sind..."
Herr Kaufmann, wollen Sie Ihre Behauptung bitte mit einer belastbaren Quelle unterlegen?

Ich kann mir nicht vorstellen, daß jemand Amokläufer akzeptiert, egal aus welchen Reihen diese kommen.

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Patrick Halberstram

Registriert seit: 08.04.2012

Kommentare: 126

23. Mai 2012 - 16:06 Uhr

Herr Kaufmann, bleiben wir doch realistisch.
Man sollte alles versuchen, einen Amoklauf zu unterbinden. Dazu gehört, dass sich Sportschützen an die geltenden, strengen Gesetze zu halten haben.
Ich habe ja geschrieben, dass der Vater dieses Knaben, sollte er seiner Sorgfaltspflicht nicht nachgekommen sein, zu bestafen ist.

Niemand will einen Verrückten mit einer Waffe durch die Straßen rennen sehen. Weder Sie, noch ich.

Sie argumentieren nun, dass man folglich alle Waffen verbieten müsste. Also bitte, eine billigere Milchmädchenrechnung geht nicht oder?

Begründen Sie bitte explizit, wieso die Gesellschaft viele Dinge duldet und akzeptiert (siehe mein Beitrag 14:28) und nur beim Thema Sportschützen durchzudrehen scheint...

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Egon Mayer

Registriert seit: 30.06.2010

Kommentare: 1485

23. Mai 2012 - 17:41 Uhr

Jetzt bin ich ja mal gespannt, denn es gibt Neuigkeiten!

1) Die Waffe war vom Vater!
2) Die Waffe war ordnungsgemäß in einem Waffenschrank verschlossen!
3) Der Junge hat "die elektronische Sicherung überlistet"!

Was nun, liebe Anti-Waffen-Lobby? Den gesetzlichen Auflagen wurde Genüge getan, den Vater trifft wohl keine Schuld.
Wollen wir jetzt damit weitermachen, dass wir die Jugendlichen unter Generalverdacht bezüglich krimineller Energie stellen? Wie es ja in anderen Artikeln, wo es um jugendliche Saufgelage geht, bereits geschieht?

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Gelöschter Nutzer #782481

Registriert seit: 08.08.2009

Kommentare: 1605

23. Mai 2012 - 17:44 Uhr

@ Thomas Kaufmann

1. Die Waffen wurden ordnungsgemäß gelagert.
2. Der Bub hat die elektr. Kombination des Tresors genackt.
3. Es war offensichtlich kein Amoklauf.
4. Der Bub war wohl kein Sportschütze.
5. Ich bin kein Sportschütze und kann trotzdem eine Waffe bedienen.

Bevor Sie also weiter Ihre wilden Spekulationen posten, sollten Sie doch einfach mal die Ermittlungsergebnisse der Polizei abwarten.

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Egon Mayer

Registriert seit: 30.06.2010

Kommentare: 1485

23. Mai 2012 - 18:46 Uhr

@Thomas Kaufmann
"so eine Tat"?

Was hat er denn getan? Er hat die Waffe seines Vaters geklaut, hat vor seiner Lehrerin in den Boden geschossen und auch ansonsten niemanden verletzt. Er hat sich der Polizei ergeben und wurde lebend in Gewahrsam genommen.
Dass bei dem Jungen was nicht stimmt und er dringend psychologische Hilfe brauch, scheint klar zu sein. Hilfe sollten natürlich auch die betroffenen Personen bekommen, das ist auch klar.
Darum muss ich aber nicht gleich in Panik ausbrechen, wie Sie es ja scheinbar von mir erwarten.

Bei den so genannten Amokläufen handelt es sich immer noch um Einzelfälle. Tragische Einzelfälle, da stimme ich mit Ihnen überein, aber eben Einzelfälle. Und darum gleich alle Zielgruppen, ob es jetzt Sportschützen oder Jugendliche sind, unter Generalverdacht zu stellen, ist eben nicht der richtige Weg.
Waffen sind gefährlich, auch da stimme ich mit Ihnen überein. Ein sorgfältiger Umgang damit ist erforderlich, der Zugang durch Nicht-Berechtigte muss verhindert werden. Auch da: Einverstanden.

Aber was wollen Sie denn nun machen, wenn sich jemand wirklich unberechtigt eine Waffe verschafft? Schreien wir dann wieder nach schärferen Waffengesetzen, die den Berechtigten - die gar nichts dafür können - nur das Leben schwer machen?

Ach ja, eins noch: Weder bin ich in einem Schützenverein, noch besitze ich eine eigene Waffe, noch sehe ich für mich die Notwendigkeit des Besitzes.

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Michael Kern

Registriert seit: 20.07.2009

Kommentare: 846

23. Mai 2012 - 18:51 Uhr

"sogenannte Sportschützen, Waffenlobbyisten und Co. hatten in der Vergangenheit doch immer selber argumentiert, daß Amokläufer aus den eigenen Reihen zu akzeptieren sind, daß sowas die Gesellschaft aushalten müsse, "

@Thomas Kaufmann

Beweise, Quellen?

Stammtischparolen kann jeder verbreiten.

Bei Ihnen scheint eher das Motto zu gelten:

"Verwirren sie mich nicht mit Fakten, meine Meinung steht schon fest."

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Thomas Kaufmann

Registriert seit: 25.02.2010

Kommentare: 465

23. Mai 2012 - 18:55 Uhr

Aha, es wird wieder zensiert. Aber es ist süß, wie der arme Junge hier so verteidigt wird. "Er wollte doch nur spielen und einmal ein wenig Aufmerksamkeit erregen..."

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Thomas Kaufmann

Registriert seit: 25.02.2010

Kommentare: 465

23. Mai 2012 - 18:57 Uhr

@Michael Kern
Dann schauen sie doch mal TV, da werden immer wieder die Herrschaften der Waffenlobby nach einem Amoklauf eingeladen und verbreiten dann solche Argumente.

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Michael Kern

Registriert seit: 20.07.2009

Kommentare: 846

23. Mai 2012 - 19:26 Uhr

Tv?

Sehen Sie nur Barbara Salesch und die sonstigen streng investigativen Sendungen?

Kleiner Tip, diese Sendungen die am frühren Nachmittag kommen sind alle gescriptet (gestellt).

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Michael Danner

Registriert seit: 01.06.2010

Kommentare: 91

23. Mai 2012 - 19:34 Uhr

@Thomas K.:
Manchmal hilft es, nicht so viel Fernseh zu schauen und Bild- und Ton- wie Schriftverbreitungen mit einer gewissen Distanz zu betrachten.

Hier aktuelle Stellungnahmen von unverdächtigen Gruppierungen zu diesem Thema:
http://www.bundestag.de/presse/hib/2012_05/2012_253/01.html

http://www.bundestag.de/bundestag/ausschuesse17/a04/Anhoerungen/Anhoerung19/Stellungnahmen_SV/index.html

Hier empfehle ich insbesondere die Äußerungen von Staatsanwalt Hofius und dem Journalisten Winkelsdorf.

Dann empfehle ich Ihnen noch Artikel zur "Risikowahrnehmung" (z. Bsp. http://www.psychology48.com/deu/d/risikowahrnehmung/risikowahrnehmung.htm ) sowie zur "Medienmanipulation" (z. Bsp. http://de.wikipedia.org/wiki/Medienmanipulation ).

Überlegen Sie einfach mal, wann Sie sich selbst über einen Bericht geärgert haben.

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Thomas Kaufmann

Registriert seit: 25.02.2010

Kommentare: 465

23. Mai 2012 - 19:39 Uhr

@Michael Danner
Was nützt mir das als Opfer?

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Michael Danner

Registriert seit: 01.06.2010

Kommentare: 91

23. Mai 2012 - 19:56 Uhr

@Thomas K.
Nichts, und Opfer sind auch diejenigen, die es mit anschauen mussten oder in Ungewissheit waren, ob Ihren Angehörigen etwas passiert ist.

Das gilt aber auch für andere Umstände. Ich persönlich benötige weder:
* den privaten Hundebesitz von Hunden größer 30 cm Schulterhöhe
* rasende Motorräder (Spaßfahrer) am Wochenende
* Flugzeuge, die über unser Wohngebiet an- und abfliegen
* Alkohol und Drogen, denn extrem viele fahren besoffen Auto
( http://www.badische-zeitung.de/freiburg/jeder-zehnte-fahrer-betrunken-oder-bekifft--59384623.html )

Das brauche ich alles nicht, und ich möchte auch kein Opfer werden.

Damit klinke ich mich aus der weiteren Diskussion aus.

PS: Innerhalb von 5 Minuten (zwischen meiner Veröffentlichung und Ihrer Antwort) kann man die von mir genannten Beiträge oben weder lesen, noch geistig erfassen. Lesen Sie sie doch einfach mal alle durch. Sind schon ein paar Seiten....

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Thomas Kaufmann

Registriert seit: 25.02.2010

Kommentare: 465

23. Mai 2012 - 20:14 Uhr

@Michael Danner
Das liegt daran, daß ich diese ganzen Argumente aus Opfersicht schon lange kenne, insb. seitens der von den Lobbyisten "bestochenen" Politikern in ihren Aufsichtspöstchen sowie die ganzen milden Richterurteile, die sich nur ganz um das Wohlergehen der Täter kümmern, inkl. kostenlosen Sozialarbeitern und psychologischen Hilfen nach Haftentlassungen, ect. , während Opfer um jeden Euro betteln müssen und oft vom Staat alleine gelassen werden. In Deutschland gilt nämlich: Täterschutz vor Opferschutz.
Daher ist das für mich Zynismus was solche Kommentatoren wie die Herrn Halberstram, Ebert, Mayer und Co, hier von sich geben. Ich habe fertig.

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Oliver Rosenstock

Registriert seit: 01.11.2009

Kommentare: 1763

23. Mai 2012 - 22:16 Uhr

Nach allem was man lesen kann, dazu gehören auch Statements der Staatsanwaltschaft, kann man dem Vater keinen Vorwurf machen, er soll die Waffen ordnungsgemäß verwahrt haben.

Ich frage mich allerdings ob mich das beruhigen oder besorgen soll? Jetzt weiss ich, dass sogar ein 14jähriger Hauptschüler ohne Probleme an ordnunggemäß verwahrte und nicht nur an leichtfertig rumliegende Waffen gelangen kann.

Und diese Sicherungsmechanismen, die offensichtlich problemlos von einem Teenager überlistet werden können, werden der Öffentlichkeit als "eines der strengsten Waffengesetze der Welt" verkauft.

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Thomas Kaufmann

Registriert seit: 25.02.2010

Kommentare: 465

23. Mai 2012 - 22:36 Uhr

@Rosenthal-Schöpflin
Das ist schon sehr viele Jahre her, in einer Diskussion, anläßlich eines Amoklaufes(?). Eingeladen war auch ein Sportschützenvorstand/Waffenlobbyist oder ähnlich.
Sie beziehen sich glaube ich auf eine Ausage in meinem Beitrag, den ich entfernt hatte, u.a. weil ich auch die exakte Wortwahl nicht mehr wußte. Meiner Phantasie entsprach sie jedenfalls nicht, da es darauf hin heftige Antworten gab. Daher blieb mir diese Diskussion im Gedächtnis.
Die Kernaussage war mehr oder weniger, daß man Amokläufe nicht verhindern könne, auch aus den eigenen Reihen heraus und daß die Gesellschaft dieses akzeptieren/damit leben müsse, daß es sowas gäbe.

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Manuel Rosenthal-Schöpflin  

Manuel Rosenthal-Schöpflin

Registriert seit: 13.07.2010

Kommentare: 1699

23. Mai 2012 - 23:05 Uhr

Also Sie wissen weder wann das war, warum das war, wer etwas gesagt hat und auch nicht was er gesagt hat.

Das kann ich entsprechend einordnen.

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Bernice Bacheberle  

Bernice Bacheberle

Registriert seit: 27.02.2010

Kommentare: 2017

24. Mai 2012 - 08:30 Uhr

Warum lernen die Sportschützen eigentlich nichts dazu?
Die Auflagen sind doch eindeutig: niemand darf an eine Waffe kommen können. Auch nicht an die Schlüssel zum Waffenschrank!

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Peter Binder

Registriert seit: 20.05.2012

Kommentare: 73

24. Mai 2012 - 13:21 Uhr

Waffen aller Art kann man sich leicht beschaffen.
Offenbar noch leichter, wenn der Papa oder die Mama in einem Sportschützenverein tätig ist.
Früher gab es auch kein Schloss in unserer Familienresidenz, dass ich nicht aufbekommen hätte. Anleitungen gibt es im Internet zur Genüge. Kindliche/Jugendliche Neugier eben.

Motive? Langweile, Mordlust, niedriger IQ, falscher Freundeskreis, Frust, Depression, Leistungsgesellschaft, Druck, Vorbilder ....
Ist letztendlich egal, welches oder welche Motive herhalten müssen.
Steigen die gesellschaftlichen Probleme in einem Land, dann nehmen auch diese schrecklichen Taten zu.
Ein Land wie Deutschland darf seine Kinder nicht vergessen. Familien müssen unterstützt werden. Kinder dürfen nicht zu sehr verhätschelt werden. Die wenigen Kindern, die wir Deutsche noch in die Welt setzen, werden immer verweichlichter und oder lebensunfähiger.

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Gelöschter Nutzer #782481

Registriert seit: 08.08.2009

Kommentare: 1605

24. Mai 2012 - 17:17 Uhr

@ Bernice Bacheberle

Der Waffenschrank hatte keinen Schlüssel, sondern war/ist über ein elektronisches Zahlenschloss gesichert. Dessen Code wurde von dem Bub geknackt.

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