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03. August 2012 13:08 Uhr
Tularämie
Amt warnt vor Hasenpest in der Ortenau
Nach einem Fall von Hasenpest in der südlichen Ortenau warnt das Veterinäramt davor, kranke oder tote Wildtiere anzufassen. Die Krankheit kann auf Hunde, Katzen, aber auch den Menschen übertragen werden.
Bei einem kürzlich im südlichen Ortenaukreis tot aufgefundenen Feldhasen ist Tularämie, die so genannte "Hasenpest", festgestellt worden. Tularämie ist laut dem Veterinäramt im Landratsamt Ortenaukreis eine sporadisch auftretende bakterielle Erkrankung vorrangig der Nagetiere, die sich auch auf andere Wildtiere und auf Hunde und Katzen übertragen kann.
Das Veterinäramt des Ortenaukreises rät zur Vorsicht beim Umgang mit Wildtieren. "Der Erreger kann bei den befallenen Tieren schwere Erkrankungen verursachen, die meist tödlich verlaufen", informiert Elke Zimmermann, stellvertretende Veterinäramtsleiterin. Bei direktem Kontakt mit infizierten Tieren kann die Krankheit auch auf den Menschen übertragen werden.
Mögliche Symptome sind Fieber und Muskelschmerzen, auch Lymphknotenschwellungen, Lungenentzündung und bei Befall des Magen-Darm-Trakts Bauchschmerzen und Durchfall. Wird die Erkrankung rechtzeitig erkannt, lässt sie sich gut behandeln. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist nicht bekannt.
Gefährdet sind insbesondere Jäger, wenn sie die Tiere ohne Schutzhandschuhe anfassen oder beim Zerlegen erregerhaltige Schwebstoffe einatmen.
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Spaziergänger, die kranke oder tote Wildtiere finden, sollten sie keinesfalls anfassen. Vielmehr bittet das Veterinäramt darum, den Jagdrevierleiter über die Polizei zu informieren. Hundehalter sollten ihre Tiere daran hindern, Kontakt mit den Wildtieren zu bekommen. An Tularämie erkrankte Tiere zeigen oft reduziertes oder fehlendes Fluchtverhalten. "Es ist nicht ungewöhnlich, dass Tularämie bei Tieren vorkommt", so Zimmermann. "Sie tritt, wenn auch nicht häufig, immer wieder auf." Die Krankheit breite sich jedoch nicht flächenmäßig aus, wie man es von Seuchen her kenne. 2010 gab es mehrere Fälle in den Landkreisen Heilbronn, Ludwigsburg, Rems-Murr und Main-Tauber. Ende 2009 wurde der Erreger bei einem Feldhasen im Ortenaukreis nachgewiesen.
Autor: Helmut Seller



