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12. Juni 2012

Andreas Berger bringt den SV Eschbach um den Aufstieg

Rund um die Kreisliga A: Keeper des SV Waldhaus verhindert mit Glanzparaden Eschbacher Erfolg / SV Obersäckingen springt mit Brogno noch auf Rang acht.

  1. Fassungslos nach der 0:1-Niederlage in Nollingen: Stelios Dimitriadis hält sich die Hände vors Gesicht – der VfB Waldshut steigt wohl ab. Foto: schön

FUSSBALL. War das ein finaler Spieltag! Spannung pur bis in die Nachspielzeit! Erst dann stand fest, dass in der Staffel II der SV Nollingen das Titelrennen mit dem SV Eschbach im Endspurt für sich entscheiden konnte und der VfB Waldshut durch die knappe 0:1-Niederlage in Nollingen sehr wahrscheinlich in den sauren Abstiegsapfel beißen muss.

Eschbach vermochte die Gunst der Stunde, nämlich den Zwei-Punkte-Vorsprung, nicht zu nutzen und gegen den personell geschwächten SV Waldhaus über ein 1:1-Remis nicht hinaus. Bis zur 60. Spielminute konnten sich die Eschbacher bereits als Meister wähnen, dann entschied ein Sonntagsschuss des Nollingers Vincent Nchifor das Fernduell glücklich zugunsten der Rheinfelder Vorstädter. Besonders im Pech sah sich der Eschbacher Simon Schmidt, dessen Ball in der Nachspielzeit nur den Innenpfosten des Waldhauser Tores traf. Zudem verhinderte SVW-Goalie Andreas Berger in Höchstform mehrere Einschussmöglichkeiten von Stefan Arzner und Co.

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Eine weitere Dramatik liegt darin, dass schlussendlich die Tordifferenz für die Entscheidung über Meisterschaft und Abstieg entschied. Nollingen weist das um zwei Treffer bessere Torverhältnis auf als Eschbach und der FC Binzgen ist dem VfB Waldshut gegenüber mit drei Treffern im Vorteil. Da schmerzt den VfB Waldshut die am dritten Spieltag beim SC Rheinfelden 03 erlittene hohe 0:13-Niederlage umso mehr. Der FC Binzgen erlebte eine turbulente Achterbahnfahrt: Eine Siegesserie katapultierte das bis dahin sieglose Team von Karl Asal vom letzten Tabellenplatz bis auf Rang vier. Am 17. Spieltag jedoch verließ das Glück die Binzgener, die anschließend ohne Sieg nur um Haaresbreite den Abstieg abwendeten.

Den eher umgekehrten Weg schlug der SV Obersäckingen ein, der, abgeschlagen am vorletzten Tabellenplatz liegend, nach interner Umstrukturierung unter Trainer Gianluca Brogno ab dem 18. Spieltag keine Begegnung mehr verlor und noch Platz acht erreichte. Auch der FC Binzgen hatte beim 2:5 in Obersäckingen nichts zu bestellen.

Um gerade mal einen Zähler hinter Obersäckingen haben sich der SV Albbruck mit einem 6:1-Erfolg gegen den enttäuschenden SV Niederhof, der FC Wehr II per 1:0-Sieg gegen den Dritten FV Degerfelden und der SV Dogern durch ein 2:1 beim SV Karsau platziert. Dennoch muss Wehr II wegen der anhaltenden Talfahrt der Ersten zwangsweise absteigen – wovon der FC Binzgen profitiert.

Das Kopf-an-Kopf-Rennen an der Spitze der Staffel III hat im Schlussspurt der FC Grießen für sich entschieden. Die Elf von Andreas Bauhuber erwies sich im Saisonverlauf am konstantesten, leistete sich in der Rückrunde nur eine Niederlage und profitierte zudem von der jüngsten Formkrise des schon uneinholbar scheinenden Tabellenführers SV Eggingen.

Am vorletzten Spieltag musste Eggingen sogar noch die Elf mit der besten Todifferenz, den SV Rheintal, an sich vorbeiziehen lassen. Das im Küssaberger Ortsteil Rheinheim kickende Team um Trainer Oliver Neff nimmt zusammen mit Huttingen und Eschbach an der Aufstiegsrunde zur Bezirksliga Hochrhein teil.

Ob dem FC Birkendorf der 4:2-Erfolg gegen den Absteiger FC Bettmaringen etwas nützt, hängt davon ab, ob Bezirksligavizemeister TuS Efringen-Kirchen im Rückspiel um den Landesliga-Aufstieg gegen die Spfr. Oberried einen 0:3-Rückstand aufholt. Falls nicht, wird die Abstiegsrunde storniert und die Mannschaft von Albert Ott steigt wie Bosporus Weil (Staffel I) und der VfB Waldshut (II) ab.

Autor: Reinhold Nagengast


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