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05. März 2010 09:54 Uhr
Höchter deutscher Richter
Andreas Voßkuhle ist Präsident des Bundesverfassungsgericht
Die Karriere des Andreas Voßkuhle kann kaum steiler stein: Nach vier Wochen als Freiburger Uni-Rektor wurde er Verfassungsrichter - und ist nun Chef des höchsten deutschen Gerichts.
KARLSRUHE (dpa). Die Entscheidung hatte sich längst abgezeichnet – seit Freitagmorgen ist es nun offiziell: Der Staatsrechtsprofessor und Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts wird neuer Präsident des höchsten deutschen Gerichts in Karlsruhe. Das hat der Richter-Wahlausschuss des Bundestages in Berlin nach Angaben seines Vorsitzenden Wolfgang Neskovic (Linke) beschlossen.
Der 46-jährige Voßkuhle löst den nach zwölf Jahren als Verfassungsrichter aus dem Amt scheidenden Hans-Jürgen Papier ab. Zum Stellvertreter Voßkuhles wählte das Gremium den Tübinger Professor und bisherigen Verfassungsrichter Ferdinand Kirchhof. Er wird auch Vorsitzender des Ersten Senats. Der 41 Jahre alte Göttinger Völkerrechtler Andreas Paulus kommt neu nach Karlsruhe, er übernimmt Papiers bisherige Richterstelle.
Voßkuhles Lebenslauf weist den in Detmold geborenen 46-Jährigen als zielstrebigen Spitzenjuristen aus. Seine wissenschaftlichen Arbeiten – er hat in Bayreuth und München studiert – wurden mit Auszeichnungen bedacht. 1995 ging er als Referent ins bayerische Innenministerium, 1998 wechselte er an die Freiburger Universität. Dort wurde er ein Jahr später zum Direktor des Instituts für Staatswissenschaft und Rechtsphilosophie berufen. 2007 wurde der parteilose Jurist, der sich "der Sozialdemokratie nahe" fühlt, zum Rektor der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg gewählt. Voßkuhle trat den Posten am 1. April 2008 an. Nur vier Wochen später wurde er ins Verfassungsgericht gewählt, dem er nun vorsteht.
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Autor: dpa
