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22. Oktober 2015 22:32 Uhr

Malerei und Grafik

Anja Kniebühler und Barbara Ambs stellen im Georg-Scholz-Haus aus

Am Sonntag, 25. Oktober, wird im Georg-Scholz-Haus Waldkirch eine Ausstellung mit Arbeiten von Anja Kniebühler und Barbara Ambs eröffnet.

Kniebühler stellt Papierarbeiten aus, bei der sie in abstrakter Form Farbflächen oder Linien mit Einstichen kombiniert. Ambs zeigt Landschaftsmotive, denen sie oft Fotografien oder Teile von Fotografien zugrunde legt.

Landschaften und Lichtstimmungen

Die neue Ausstellung mit der Kombination Papierarbeiten und Malerei ist spannungsreich, obwohl die Papierarbeiten und die Malerei getrennt gehängt wurden. Der Besucher begegnet im Erdgeschoss den Landschaften von Barbara Ambs. Es sind Lichtstimmungen, die sie abstrakt wiedergibt, verlassene Orte oder vergangene Geschichten, wie verlassene und halb verfallene Schwimmbäder. Menschen sucht man in ihren Bildern vergebens, dafür hat sie an Schlüsselstellen Fotografien von Tieren integriert. Diese Tiere ziehen zunächst die Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich, lenken den Blick jedoch auf das eigentliche Thema des Bildes. Das Sujet berührt und fasziniert, es strahlt Ruhe aus. Die zugrunde liegende Fotografie ist teilweise übermalt, so dass sie farbverfremdet erscheint oder nicht mehr zu sehen ist.

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Eine dritte Dimension

Auf die Papierarbeiten von Anja Kniebühler muss sich der Betrachter erst einlassen. Von der Ferne betrachtet ist die zugrunde gelegte Form zu erkennen sowie die Linien oder Flächen, die dem Zweidimensionalen den Aspekt einer dritten Dimension hinzufügt. Bei den Formen lässt sie sich von Alltäglichem, wie einem geöffneten Fensterflügel oder einem Hut, inspirieren, aber auch von Formen aus der Natur, wie Wasser und Blättern. Aus der Nähe betrachtet löst sich die Fläche auf und bekommt durch die Einstiche Struktur. Es war die Vorzeichnung für eine Wandarbeit, die Kniebühler dazu inspirierte, gestochene Flächen zur Malerei weiterzuentwickeln.

Die Vernissage beginnt am Sonntag, 25. Oktober, um 11 Uhr. Die Ausstellung kann bis 29. November besichtigt werden. Begleitprogramm: Am 27. Oktober besucht im Rahmen des "ZISCH-Projektes" der Badischen Zeitung eine vierte Klasse die Ausstellung. Die Schreibnacht zur Ausstellung findet am 31. Oktober statt, Beginn 20 Uhr. Beim Filosofischen Forum am 6. November, 20 Uhr, hält Klaus Scherzinger eine Impulsvortrag zum Thema: "Giordano Bruno (italienischer Dichter, Priester und Philosoph 1548 bis 1600) oder: Wieviel Gedankenfreiheit darf sein?" Beim Liederabend "Ist das Kunst oder kann das weg" (14. November, 20 Uhr) präsentiert Liedermacher Gerd Schinkel geistreiche Lieder zu allen Lebenslagen. Aus seinem Buch "Fremdenzimmer" wird Schriftsteller Jose F.A. Oliver an der Matinee-Lesung am 22. November, 11 Uhr, rezitieren, Finissage ist am 29. November um 11 Uhr. Zuvor um 10 Uhr werden Texte aus der Schreibnacht gelesen.

Öffnungszeiten: Donnerstag 17 bis 20 Uhr. Freitag und Samstag 15 bis 18 Uhr, Sonntag 10 bis 15 Uhr.

Autor: Gabriele Zahn