Anstrengende Arbeit und Essen, das enak enak ist

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Do, 23. August 2018

Kreis Lörrach

Sechs junge Menschen aus dem Kirchenbezirk Markgräflerland sind zurzeit bei einem Workcamp in Indonesien mit dabei.

LÖRRACH (BZ). Im vergangenen Juni waren acht junge Menschen aus der protestantischen Kirche auf Südostsulawesi bei der evangelischen Bezirksjugend zu Gast. Gemeinsam renovierten sie mit deutschen Jugendlichen das Untergeschoss der Friedensgemeinde, um hier die Jugendkirche einzurichten (wir berichteten). Nun ist noch bis zum 6. September im Austausch eine Gruppe der Bezirksjugend zum Workcamp in Indonesien zu Gast.

Himmelblau streichen die sechs Teilnehmer und Teilnehmerinnen das Kinderheim der Partnerkirche in Lambuya und bekommen dabei tatkräftige Unterstützung von Jugendlichen vor Ort. Angeleitet werden sie vom Leiter des Kinderheimes, Meynder Lawole, der schon die indonesische Gruppe in Deutschland begleitete. Unter den Helfern sind viele alte Bekannte, denn die gegenseitigen Workcamps gibt es schon seit elf Jahren. 44 Kinder aus schwierigen und ärmlichen Verhältnissen leben unter einfachen Bedingungen im Heim, an einer Hauptverkehrstrasse etwa zwei Stunden von der Provinzhauptstadt Kendari entfernt.

"Am meisten Spaß machen die fröhlichen Kinder" erzählen Elisa Zerrer und Luisa Boos, beide 18 und zum ersten Mal dabei. Gerade sitzen sie zusammen um eine Olympiade vorzubereiten, denn neben der täglichen Arbeit mit dem Pinsel und der Malerrolle, macht die Gruppe auch Angebote für die Kinder. Den beiden gefällt es im Workcamp sehr gut. "Jeden Tag gibt es etwas Neues zu entdecken, denn alles ist hier anders als bei uns" , berichtet Luisa. "Die Menschen hier haben uns sehr herzlich aufgenommen", ergänzt Elisa. "Ein Highlight ist auf jeden Fall auch das Essen", grinst Elisa, die indonesische Speisenauswahl ist groß und enak enak (sehr lecker). Aber die Arbeit in der Sonne kann anstrengend und eintönig sein, die Unterkunft ist einfach und manchmal sind die Unterschiede so groß, dass sie auch befremdlich wirken können. Deshalb spricht die Gruppe regelmäßig miteinander, um das Erlebte besser verarbeiten zu können.

Für Bezirksjugendrefernt Jörg Mauch, der die Gruppe begleitet, ist das Streichen eine gute Aufgabe, denn "wir können schnell Resultate sehen und innerhalb einer Woche erstrahlt das Kinderheim im neuen Glanz." Aber "die Farbe ist sehr dünn und irgendwann ist das Himmelblau einfach überall". Für Jörg Mauch ist wichtig, dass die Gruppe aus Deutschland nicht zur Entwicklungshilfe in Indonesien ist. "Wir setzen Akzente und helfen uns gegenseitig, so leben wir einfach aktiv weltweite Ökumene."

Nach dem zehntägigen Aufenthalt in Lambya ging es für die Gruppe weiter zu einem weiteren Projekt in Kendari, dort sind sie in Gastfamilien untergebracht. Finanziert wird das Workcamp durch Beiträge der Teilnehmer und verschiedene Zuschussgeber, wie dem Freundeskreis Partnerschaft Übersee, der der Kirchenbezirk Markgräflerland und das evangelische Verwaltungs- & Serviceamt.