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31. Juli 2008 15:21 Uhr

Die "Rikscha" war ein Elektromobil

Mit dem Dreirad auf der Autobahn

Ein Dreirad mit Pedal- und Elektroantrieb hat für einen Aufreger auf der Autobahn. gesorgt. "Darf der Fahrer das überhaupt?", fragte ein empörte Wagenlenkerin die Polizei.

  1. Neben dem Elektroantrieb hat das Dreirad, welches auf der A 5 gestoppt wurde, tatsächlich auch Pedalantrieb.

Wie die Polizei erst jetzt mitteilt hat am vergangenen Sonntag eine empörte Autofahrerin die Notrufzentrale der Polizei angerufen und sich über den Fahrer einer dreirädrigen, pedalbetriebenen "Rikscha" beschwert. Der sei auf der Autobahn A5 bei Appenweier unterwegs und würde mit seinem Gefährt den Verkehr behindern.
Das Vehikel auf der Autobahn war so auffällig wie eine Tarantel auf der Schwarzwälder Kirschtorte. Beamte des Autobahnpolizeireviers Offenburg fanden das Dreirad schließlich an der Renchtal-Raststätte West, heißt es im Polizeibericht. Bei dem Fahrzeug handelte es sich aber keineswegs um eine Rikscha, sondern um ein für den Straßenverkehr zugelassenes Elektromobil. Zur Antriebsunterstützung ist das Fahrzeug zusätzlich mit Pedalen ausgestattet. Die erreichbare Höchstgeschwindigkeit des zweisitzigen Fahrzeuges beträgt 76 Stundenkilometer. Es darf somit auch auf der Autobahn bewegt werden. Andere Modelle der von einer hessischen Firma produzierten Fahrzeuge erreichen sogar Geschwindigkeiten bis 85 Stundenkilometer, fügt der technikbegeisterte Offenburger Polizeisprecher erklärend hinzu. Nach rund 150 Kilometer sei dann aber Schluss, nicht an der Tankstelle sondern an der Steckdose – zum Nachladen. Bis zu 40 000 Euro kann so ein Energiesparfahrzeug kosten. Obwohl für die Autobahn zugelassen , ist es aber nicht unbedingt empfehlenswert und schon gar nicht sicher damit auch auf der Autobahn zu fahren, heißt es weiter. Davon lies sich auch der Fahrer von den Beamten der Autobahnpolizei überzeugen. Er steuerte sein Elektromobil mit dem Joystick, und unterstütz durch seine Muskelkraft in Richtung Landstraße.

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Autor: bz