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15. November 2008

Feuer zerstört die Arbeit von Jahren

Dachstuhlbrand im Hotel Schwörer / 300 000 Euro Schaden.

LENZKIRCH. Eine große Rauchsäule kündet vom Unheil: Das Dachgeschoss von Hotel und Pension Schwörer in der Ludwig-Kegel-Straße steht am Freitagmorgen in Flammen. Das rasche Eingreifen der Feuerwehr verhinderte einen Vollbrand. Die Löscharbeiten dauerten bis in den frühen Nachmittag hinein. Die Brandursache ist unklar. Zur Klärung wird ein Brandsachverständiger hinzugezogen. Der durch Feuer und Löschwasser entstandene Schaden im Stammhaus, einschließlich des Restaurants, kann noch nicht genau beziffert werden. Er dürfte bei mindestens 300 000 Euro liegen.

Bei der Feuerwehrleitstelle ging die Brandmeldung um 9.35 Uhr ein. Da das Hotel Schwörer gerade mal durch die Haslach vom Lenzkircher Feuerwehrhaus getrennt ist, beginnen die ersten Rettungs- und Löscharbeiten nur wenige Minuten nach der Alarmierung der Feuerwehr.

Zum Zeitpunkt des Brandausbruchs befanden sich nur drei Personen im Haus, denn das Hotel war diese Woche geschlossen. Alle drei konnten das Haus noch rechtzeitig verlassen. Beim Eintreffen der Feuerwehren, die Leiterfahrzeuge aus Titisee-Neustadt und aus Schluchsee waren als Überlandhilfe angefordert worden, stieg schon dichter Qualm aus dem Dachgeschoss. Hinter dem Fenster einer Dachgaube war Feuerschein zu sehen. Die Fensterscheiben zerbarsten bald. Als der Dachspitz vom Feuer aufging und die Feuerwehr an anderen Stellen das Dach zur Brandbekämpfung öffnete, waren die Flammen bald unter Kontrolle. Mit schwerem Atemschutz war das Feuer zuvor auch von innen angegangen worden.

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Durch die Holzkonstruktion des alten Gebäudes hatte sich das Feuer schnell im gesamten Dachbereich ausgebreitet. Der nur wenige Meter lange Anfahrtsweg der Feuerwehr und die reichlich Wasser führende Haslach trugen dazu bei, dass das Feuer bald unter Kontrolle war. Den 68 im Einsatz befindlichen Feuerwehrleuten gelingt es, die benachbarten Häuser, darunter auch das Gästehaus des Hotel Schwörer, vor Schaden zu bewahren.

Für das Stammhaus des Hotels Schwörer dürfte es aber wohl keine Zukunft mehr geben. Die DRK-Bereitschaft Lenzkirch kümmerte sich um die geschädigte Hoteliers-Familie, die nun binnen Jahresfrist den zweiten schweren Schicksalsschlag hinnehmen musste.

Gesamtkommandant Andreas Wangler nannte als einen kritischen Punkt bei der Brandbekämpfung die Freileitung, die mit einem Dachträger über das brennende Gebäude führt. Diese musste vom Energiedienst erst abgeschaltet werden. Der Einsatz mit allen Abteilungsfeuerwehren habe gut geklappt, die Einsätze seien in bestimmte Abschnitte aufgeteilt worden, wie man es zuletzt bei den gemeinsamen Proben geübt habe. Der Wasserschaden sei deshalb so groß, weil das Feuer sich auf die gesamte Länge des Dachgeschosses ausgebreitet habe. Durch das Löschen ist das Wasser eben durch das gesamte Gebäude gelaufen, so Wangler, ein Eingrenzen sei nicht möglich gewesen.

Bürgermeister Reinhard Feser eilte zum Brandort und meinte, vieles von dem, was die Familie Schwörer in jahrelanger Arbeit aufgebaut habe, fiel innerhalb von wenigen Minuten dem Brand zum Opfer. Für die Familie Schwörer wurde ein Spendenkonto eingerichtet. Es gelte nun, die Familie nach Kräften zu unterstützen, damit der Hotelbetrieb bald wieder aufgenommen werden kann.

Spenden: Für die brandgeschädigte Familie Schwörer hat die Gemeinde ein Spendenkonto bei der Sparkasse Hochschwarzwald eingerichtet. Kontonummer: 9000292921, BLZ 68051004.

http://www.badische-zeitung.de

Autor: Ralf Morys