Kanton Aargau

Atomkraftwerk Beznau reduziert Leistung wegen der Hitze

sda

Von sda

Do, 09. August 2018 um 16:01 Uhr

Aargau

Zu heiß: Der Betreiber hat die Leistung des Atomkraftwerks Beznau im Kanton Aargau zurückgefahren. Bis auf Weiteres laufen die Reaktorblöcke mit zwei Drittel der Wattzahl.

Die Leistung der beiden Reaktoren des mit Aarewasser gekühlten AKW Beznau AG im Kanton Aargau ist wegen der Hitze bis auf weiteres zurückgefahren worden. Die Leistungsreduktion beträgt rund ein Drittel oder 120 Megawatt (MW) pro Reaktorblock.

Bei 32 Grad Celsius reduzieren

Das AKW Beznau ist gemäß der geltenden Konzessionen verpflichtet, die Leistung zu reduzieren, wenn die Temperatur des eingeleiteten Kühlwassers in die Aare den Grenzwert von 32 Grad Celsius erreicht. Um diesen Wert einzuhalten, hatte das AKW Beznau in den letzten Tagen die Leistung bereits reduziert.

Im Tagesverlauf war nach Angaben des Energiekonzerns Axpo im Durchschnitt eine Reduktion auf eine Leistung von 85 Prozent notwendig. Man reduziere nun auf freiwilliger Basis diese Einlauftemperatur zusätzlich, sagte Antonio Sommavilla, Mediensprecher des Energiekonzerns Axpo, am Mittwoch auf Anfrage der Agentur Keystone-SDA. Die Leistung der beiden Reaktoren werde auf rund 66 Prozent reduziert. Damit leiste die Axpo einen weiteren Beitrag zur Reduktion der Wärmebelastung der Aare. In Brugg (Kanton Aargau) betrug die Temperatur am Mittwochnachmittag 24,3 Grad Celsius und flussabwärts – nach dem AKW Beznau – beim Kraftwerk Klingnau in Felsenau 26,2 Grad Celsius. Diese Messwerte stammen vom Bundesamt für Umwelt (Bafu).

Die Kühlleistung sinkt

Die Wassertemperaturen stellten sicherheitstechnisch keine Gefahr dar, erläuterte das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (Ensi) am Mittwoch auf seiner Website. Wenn die Flusstemperaturen stiegen, sinke jedoch die Kühlleistung. Die Schweizer AKW haben nach Angaben der Atomaufsichtsbehörde nachgewiesen, dass sie Wassertemperaturen von bis über 28 Grad Celsius beherrschen.