Arbeiten am Bürgerhaus Au ab September

Julius Wilhelm Steckmeister

Von Julius Wilhelm Steckmeister

Mo, 09. Juli 2018

Au

Zuschüsse zu den Baukosten.

AU (just). Läuft alles, wie von Architekt Richard Stoll geplant, können die Arbeiten für den Bürgerhausanbau Mitte September beginnen. Details zum Bauzeitenplan stellte Stoll jetzt im Rat vor.

Zuvor gab es gute Nachrichten von Bürgermeister Jörg Kindel, der berichten konnte, dass die Gemeinde in Sachen reine Baukosten – diese belaufen sich auf zirka 960 000 Euro – gleich aus zwei Fördertöpfen des Landes unterstützt wird: Zum einen wurden im Rahmen der Kleinkindbetreuung rund 175 000 Euro an Zuschüssen bewilligt. Nochmals 250 000 kommen aus dem Ausgleichsstock. "Es ist ein blöder Zeitpunkt für Ausschreibungen", machte Stoll aus der Tatsache, dass die gute Auftragslage im Baugewerbe gute Angebote eher erschwere, keinen Hehl. Daher regte er an, das Ausschreibungsprocedere zeitlich aufzuteilen. Eine erste Ausschreibung soll im Juli erfolgen, Paket Nummer zwei dann im September oder Oktober. Die Vergabe der ersten Gewerke würde somit im August, die des zweiten Blocks Ende Oktober erfolgen. Getrennt werden die Gewerke zudem in solche, die erwartungsgemäß über 50 000 Euro kosten und solche, die darunter liegen, führte der Planer weiter aus. Erstere müssen öffentlich, Letztere dürfen beschränkt ausgeschrieben werden. Liefe alles, wie vorgesehen, würde der Anbau im Mai 2019, spätestens aber zum Beginn des Kindergartenjahres 2019 fertiggestellt sein, versicherte Stoll.

Noch offen ist, ob das Dach des neuen Gebäudeteiles mit einer Photovoltaikanlage bestückt wird. Um Fördermittel aus dem Innovationsfonds des Landes zu bekommen, würde dies allein nicht ausreichen, so Stoll. Nur "ganzheitliche" Projekte, hier etwa in Kombination mit einer Notstromversorgung und entsprechenden Speichermöglichkeiten, gelangten in den Bereich der Förderfähigkeit. "Bis zu den Bauferien brauchen wir Klarheit", so sein Auftrag an den Gemeinderat, denn vor allem die statische Gestaltung des Daches und somit der Umfang der Ausschreibung der Arbeiten hinge wesentlich vom Ja oder Nein zur Photovoltaik ab. Da aufgrund der Vergabe der ersten Gewerke ohnehin Anfang August noch eine außerplanmäßige Gemeinderatssitzung notwendig wird, könne man dann auch abschließend über die Dachgestaltung diskutieren, so Bürgermeister Kindel.