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06. August 2011

Beim Bolzturnier hatten alle trotz Regen und Matsch ihren Spaß

Die Teams Musikverein, Feuerwehr, Gemeinderat, Jugendraum und die Minibarcas von der Hexentalschule spielten auf dem Bolzplatz in Au um den Wanderpokal.

  1. Regen und Matsch machten den Teilnehmern beim Bolzturnier in Au nichts aus. Sie hatten trotzdem ihren Spaß. Foto: Paulina grimm

AU. "Das ist ja die reinste Schlammschlacht", lachte Bürgermeister Jörg Kindel. Beim von Sandra Butsch und dem Jugendraum-Team organisierten Bolzturnier in Au blieb garantiert niemand trocken oder sauber – aber das tat der Stimmung keinen Abbruch. Mit viel Spaß und Ehrgeiz spielten die Teams Musikverein, Feuerwehr, Gemeinderat, Jugendraum und die Minibarcas von der Hexentalschule auf dem Bolzplatz gegeneinander um den Wanderpokal Fußball. Am Ende stand der Musikverein als Sieger fest, gefolgt von der Jugendfeuerwehr, den Auer Jugendlichen, dem Gemeinderat mit Bürgermeister und den Minibarcas.

"Die spielerische Leistung ist natürlich sehr unterschiedlich – hier spielen alle Altersgruppen und beide Geschlechter gegeneinander", so Martin Buttenmüller, während er konzentriert dem Spiel Feuerwehr gegen Gemeinderat folgte und eine Bratwurst vom Grill aß. "Vergangenes Jahr hat ein gemischtes Team gewonnen – da waren auch einige der jetzigen Minibarcas dabei", ergänzte er. Es komme also gar nicht so sehr auf das Alter an – und der Gemeinderat, das Team mit dem wohl höchsten Altersdurchschnitt, zeige zwar viel Ehrgeiz, aber an der Technik mangele es doch. "Sie lassen den Ball viel zu oft durch und bolzen einfach drauf – das machen die anderen Teams aber auch so", stellte er fest und lachte.

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Wegen des kleinen Spielfeldes wechselte der Ball schnell von der einen Spielfeldhälfte in die andere, auf Tore musste man nicht lange warten. Obwohl es nur so vom Himmel goss, ließen es sich viele Leute nicht nehmen, am Spielfeldrand zu stehen – ob mit oder ohne Schirm,. Sie wollten die schnellen Spiele beobachten und Teams anfeuern.

Martin Buttenmüller und Frieder Lauppe, die sich als Schiedsrichter abwechselten, hatten das Turnier mit Sandra Butsch, Jugendreferentin in Au, organisiert. Im vergangenen Jahr fand das Turnier zur Einweihung des Bolzplatzes statt. "Das war so witzig – deshalb wollten wir es in diesem Jahr wieder machen", sagte Martin Buttenmüller. Der Bolzplatz sei ursprünglich nur als provisorische Alternative zum eigentlichen Fußballplatz gedacht gewesen, erzählte Jörg Kindel. Aber die Jugendlichen nähmen das Angebot gerne an. Das kleine Spielfeld ermögliche es auch den Kleineren, Fußball zu spielen. Und auch die Großen träfen sich hier in ihrer Freizeit zum Kicken. Auf das Spiel gegen die Minibarcas freue er sich besonders, sagte der Bürgermeister. "Da ist es nur wichtig, dass niemand verletzt wird", fügte er hinzu. Verletzt wurde keiner – und die Gemeinderäte wurden von der Moderation spaßeshalber bald nur noch "die gemeinen Räte" genannt.

Seit über zwei Jahren ist Sandra Butsch Jugendreferentin in Au. "Die Jugendarbeit läuft super, wir könnten es uns nicht besser vorstellen", sagte Jörg Kindel. Das Fußballturnier bleibt nicht die einzige Veranstaltung. Die Jugendlichen werden noch in den Klettergarten gehen, im September wird es ein Informationsgespräch mit dem Bürgermeister zur Kommunalpolitik geben und sie werden selbst eine Ü40-Party für ihre Eltern und deren Freunde organisieren. "Die Idee kam von den Jugendlichen", so Sandra Butsch. Die Erwachsenen sollten auch mal etwas vom neuen Jugendraum haben. Außerdem gibt es noch den "Sofatalk" und die Weihnachtsfeier – und einmal im Jahr findet eine Party für die gesamte Jugend des Hexentals statt. Die Arbeit mache ihre viel Spaß, sagte die Jugendreferentin, die pitschnass vom Regen, aber gut gelaunt immer wieder Kinder und Jugendliche in den verschiedenen Teams anfeuerte.

Autor: Paulina Grimm