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11. Oktober 2011

"Das ist für mich schon toll"

Zahlreiche Gratulanten wünschten Bürgermeister Jörg Kindel eine erfolgreiche zweite Amtszeit im Rathaus in Au.

  1. Die Feuerwehr stellte traditionsgemäß den Bürgermeisterbaum auf.

  2. Glückwünsche für den Bürgermeistersprengel überbrachte Bollschweils Bürgermeister Josef Schweizer (rechts) ...

  3. ... und für die VG Hexental Bürgermeister Christian Ante (rechts) an Jörg Kindel und Lebensgefährtin Antje Göhring. Foto: Michael saurer

AU. "Ich freue mich wirklich sehr über dieses Resultat", kommentierte der wiedergewählte Bürgermeister von Au, Jörg Kindel, das Ergebnis der Wahl am Sonntag, nachdem feststand, dass der alte Bürgermeister auch der neue sein wird. Auch die anwesenden Bürgermeisterkollegen aus dem Umland sowie viele Bürger der Hexentäler Gemeinde gratulierten Kindel zur neuen Amtszeit. Zuvor stellte die Freiwillige Feuerwehr noch den Festbaum auf, mit dem traditionell die Wahl eines Bürgermeisters ihren Abschluss findet.

Das muss ein gutes Omen für die kommenden acht Jahre sein, meint der Leiter des Forstreviers Johannes Wiesler, der der Feuerwehr dabei half, am Donnerstag die 20 Meter lange und 1,2 Tonnen schwere Weißtanne im Auer Wald zu schlagen. Oft passiere es nämlich, dass dabei die Krone abbreche und man deshalb einen zweiten oder sogar dritten Baum schlagen müsse, bis das gewünschte Resultat erzielt sei. In diesem Fall ging aber alles gleich auf Anhieb glatt und die Feuerwehrmänner um ihren Kommandanten Bruno Lorenz brachten den stattlichen Baum unversehrt vor das Gemeindehaus, wo er die kommenden Wochen aufgestellt bleiben soll. "Wir lassen ihn diesmal vielleicht etwas länger stehen und machen dann zur Adventszeit ein paar Kerzen drauf", scherzte ein sichtbar erleichterter alter wie neuer Bürgermeister Kindel.

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Mit 95, 1 Prozent hatte er zuvor die Wahl, bei der er als einziger Kandidat angetreten war, gewonnen. Damit war zwar gerechnet worden. Dass aber trotzdem über 43 Prozent der Wahlberechtigten zur Urne gingen, was im Vergleich zu anderen Bürgermeisterwahlen, bei denen es nur einen Kandidaten gab, ein durchaus vorzeigbares Ergebnis ist, freute ihn. "Ich dachte mir schon, es sieht nach Vertragsverlängerung aus. Dass aber über 40 Prozent der Bürger zur Wahl gegangen sind, das ist für mich schon toll".

Motivation und Ansporn sei das damit verbundene Vertrauen der Auer Bürger. "Wir haben gemeinsam in den letzten acht Jahren viel erreicht", meinte Kindel bei der an die Verkündung des Wahlergebnisses anschließenden Feier und sprach noch einmal kurz die neu gestaltete Ortsmitte, die Sanierung der Brücken und natürlich das neu errichtete Bürgerhaus an. Auch sein Bürgermeisterkollege Josef Schweizer aus Bollschweil erklärte stellvertretend für den Sprengel Hexental/ Batzenberg: "Hier ist richtig Leben in die Gemeinde reingekommen. Das hat dann zu dem tollen Ergebnis geführt".

Im Namen der Verwaltungsgemeinschaft Hexental gratulierte der Merzhauser Bürgermeister Christian Ante und wünschte ihm für die kommenden Amtsjahre alles Gute. Diese sollen zunächst im Zeichen einer Sanierung und Konsolidierung des zuletzt arg strapazierten Haushalts der Gemeinde stehen. "Wir haben sehr viel investiert, jetzt müssen die Finanzen in Ordnung gebracht werden", so Kindel zu seinen wichtigsten Zielen der nächsten Amtsjahre. Auch Infrastrukturarbeiten an Straßen, Wegen und der Wasserversorgung seien Projekte, die auf die Gemeinde zukommen. Zunächst müsse man aber das Energiegutachten der Badenova abwarten, über das der Rat in der jüngsten Sitzung abgestimmt hatte und das im Frühjahr des nächsten Jahres angefertigt werden soll (wir berichteten). Größere Projekte wie ein Konzept zum generationenübergreifenden Wohnen möchte Kindel zusammen mit den Auer Bürgern bei einem Workshop erarbeiten, der im kommenden Jahr stattfinden soll. "Mir ist das wichtig, dass wir mit den Bürgern sprechen und ihre Wünsche ernst nehmen. Ansonsten kann eine Gemeinde wie Au nicht funktionieren".

Erleichtert über das gute Wahlergebnis war auch Kindels Lebensgefährtin Antje Göhring, die sich nun auf eine gemeinsame Zeit in Au freut. Dass er dabei auch zeitlich sehr eingespannt bleiben wird, stört sie nicht. "Er hat schon viel zu tun, aber etwas gemeinsame Zeit bleibt immer."

Autor: Michael Saurer