Haushalt wird mit Hilfe von außen umgestellt

Julius Steckmeister

Von Julius Steckmeister

Di, 10. Juli 2018

Au

Auer Gemeinderat stimmt zu.

AU. Bis zum 1. Januar 2020 müssen alle Kommunen des Landes ihre kameralistisch geführten Haushalte auf das Neue Kommunale Haushaltsrecht (NKHR) umstellen. Während einige Gemeinden bereits doppisch arbeiten, werden die fünf Hexentalgemeinden erst zum Stichtag umstellen. Der Gemeinderat in Au stimmte nun zu, einen externen Dienstleister damit zu beauftragen.

Die Vorbereitungen für die Umstellung laufen im Merzhauser Rathaus auf vollen Touren. Voraussetzung sind eine Vermögensbewertung und darauf aufbauend eine Eröffnungsbilanz. Um diese zu erstellen, müssen sämtliche Vermögensbestände einer Kommune wie Gebäude, Spielplätze und Straßenleuchten erfasst und bewertet werden. Zunächst hatte man innerhalb der Verwaltungsgemeinschaft Hexental (VG) beschlossen, diese Aufgabe im Rechnungsamt zu erledigen. Hierzu war Michael Wenhöner zur Verstärkung vom Bau- ins Rechnungsamt versetzt worden. Wenhöner ist aber zum 1. Juli ins Regierungspräsidium gewechselt.

Da dem Rechnungsamt nun die Kapazitäten fehlen, wurden seitens der VG Angebote zweier Firmen eingeholt, die die Vermögensbewertung und die Eröffnungsbilanz erstellen sollen. Der Auftrag kann nur als Paket und nicht für jede Hexentalgemeinde gesondert vergeben werden. Die Kosten von 55 000 Euro für die Vermögensbewertung und 20 000 Euro für die Eröffnungsbilanz werden unter den fünf Mitgliedsgemeinden aufgeteilt. Auf Au kommen rund 14 000 Euro zu.

Mit Skepsis betrachtete Arno Mattes (WBU) den Verteilungsschlüssel, für Au fielen vergleichsweise hohe Kosten an. Man dürfe nicht nur die Einwohnerzahl heranziehen, sondern müsse auch Faktoren wie die Gemarkungsfläche berücksichtigen, sagte Bürgermeister Jörg Kindel. "Müssen das externe Gutachter machen?", fragte Matthias Seelmann-Eggebert (WBU). "Nein, das ist nicht verpflichtend, aber es ist kein Personal mehr da", so Kindel. "Dafür kann man eine qualifizierte Person für zwei Jahre einstellen", sagte Seelmann-Eggebert zu den Kosten für das Fachbüro. "Aber die muss man erst einmal finden", betonte Kindel. Arno Mattes enthielt sich letztlich der Stimme.