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13. November 2009

Neue Anlage noch vor Jahresende

Auer Gemeinderat billigt den Bau einer neuen Schüler-Toilettenanlage in der Hexentalschule / Gesamtkosten: 117 000 Euro.

AU. In der Hexentalschule sollen die Toilettenanlagen für die Schüler komplett erneuert werden. Einstimmig folgte der Rat Au dem Vorschlag Bürgermeister Jörg Kindels. Zur Debatte stand das Vorhaben, weil die Schülertoiletten im Erdgeschoss durch den Brand im Februar erheblich beeinträchtigt wurden. Die Kinder nutzen seit Monaten einen Sanitärcontainer auf dem Außengelände. Der Rat Merzhausen hatte der neuen Anlage bereits zugestimmt.

Weil das angesichts der Risiken in Bezug auf eine Übertragung von Grippeviren und im Hinblick auf den bevorstehenden Winter unzumutbar sei, wollen die Gemeinden Merzhausen und Au so rasch wie möglich die Anlage im Gebäude sanieren, erklärte Jörg Kindel. Und zwar grundlegend und noch vor Jahresende, weshalb auf eine Ausschreibung der Gewerke verzichtet werden solle. Erst seit wenigen Tagen liege das abschließende Gutachten des Brandversicherers vor, woraus hervorgeht, welche Arbeiten abgedeckt seien. Danach würde die Versicherung rund 25 000 Euro übernehmen, die für die Wiederherstellung und Reinigung der vorhandenen Installationen anfielen. Nach Einschätzung Kindels und des Architekten Matthias Hotz, der die neue Ortsmitte Merzhausen plant und nun auch bei der Renovierung und Umnutzung des Schulgebäudes einbezogen ist, sei es jedoch sinnvoll, die rund 30 Jahre alten Schülertoiletten komplett zu erneuern. Auf der Basis bereits vorliegender Angebote und Kalkulationen des Architekten würde das Vorhaben rund 117 000 Euro kosten.

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Abzüglich der Versicherungsleistungen würden 92000 Euro anfallen, die die Gemeinde Au als Kooperationspartner Merzhausens zu einem Drittel bezahlen müsste. Dieser Verteilungsschlüssel beruhe auf einer vertraglichen Vereinbarung zwischen den beiden Kommunen, die zuletzt 1993 fortgeschrieben worden war, so Kindel. Seit Mitte der 1970er Jahren besuchen Kinder aus Au die Grundschule in Merzhausen, im vergangenen Jahrzehnt belegten sie zu 28 Prozent die ersten vier Klassen, der Bevölkerungsprognose nach werden es in Zukunft sogar 33 Prozent sein. "Der Vertrag war etwas in Vergessenheit geraten, weil speziell für die Grundschule lange Zeit keine Ausgaben angefallen waren und die Kosten für die Hauptschule, die ja auch im Gebäude untergebracht ist, über die Verwaltungsgemeinschaft Hexental abgewickelt wurden", sagte Kindel. Der Rat müsse sich darauf einstellen, dass Au auch die energetische Sanierung, wofür Mittel aus dem Konjunkturprogramm genutzt werden, und die geplante Umgestaltung des Eingangsbereiches gemäß des Vertrages mitbezahlen werde, weil das Gebäude ja in Zukunft nur noch als Grundschule diene. Die geplante Nutzung der Räume im Obergeschoss durch Merzhauser Vereine werde herausgerechnet.

Die Gemeinderäte verknüpften ihr Ja jedoch mit der Forderung, dass die Angebote gründlich geprüft werden. Auch sprachen sie sich dafür aus, dass die Bauhofmitarbeiter die Abbrucharbeiten erledigen sollten, dass aber die Fliesenarbeiten aus Gründen der Gewährleistung an eine Fachfirma vergeben werden solle, die auch die Verfugung verantworte. Die außerplanmäßige Ausgabe wird die Gemeinde Au ihren Rücklagen entnehmen.

Autor: Silvia Faller