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14. November 2011

"Unser Wasser sollte uns etwas wert sein"

Zweckverband Wasserversorgung Hexental beschließt Etat.

  1. Der Hochbehälter Sölden (Bild) wurde bereits saniert, jetzt sind die Behälter in Merzhausen, Au und Wittnau dran. Foto: Archiv

HEXENTAL (tab). Sanierungsarbeiten an Hochbehältern und Steuerungsanlagen bestimmen im kommenden Jahr den Haushalt des Zweckverbandes Wasserversorgung Hexental. Die Verbandsversammlung, der die Gemeinden Merzhausen, Au, Wittnau und Sölden angehören, hat in ihrer jüngsten Sitzung den Etat mit einem Gesamtvolumen von 932 660 Euro gebilligt.

Auf den Verwaltungshaushalt, in dem die laufenden Geschäfte des Verbandes zusammengefasst sind, entfallen 531 530 Euro. Er vermindert sich im Vergleich zum Vorjahr um knapp 21 000 Euro oder 3,95 Prozent. Im Vermögenshaushalt stehen 401 130 Euro. Neben Tilgungsleistungen (135 290 Euro) werden 100 000 Euro für die Sanierung des Hochbehälters Biezighofen ausgegeben. Seine Zufahrt mit ihrer 20-prozentige Steigung sorgt vor allem nach Regen oder im Winter für Probleme. So sei schon einmal der Lieferwagen einer Firma, die Arbeiten am Hochbehälter ausführte, abgerutscht und musste mit Hilfe eines Traktors aus der Wiese gezogen werden, berichtete der Planer des Ingenieurbüros Ernst & Co. Außerdem sei es schwierig, am Hochbehälter zu parken. Das Flachdach des Hochbehälters soll durch ein Spitzdach ersetzt werden. Dies habe unter anderem den Vorteil, dass die Befüllung der Jurakalk-Behälter im Gebäude leichter erfolgen kann.

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Der Hochbehälter Schlossberg-Au wird im kommenden Jahr mit einer neuen Steuerung ausgestattet, da Soft- und auch Hardware teilweise kaputt sind. Hierfür wird mit Kosten von rund 17 000 Euro gerechnet. Für die anstehenden Sanierungen dieses und des Hochbehälters Schlossberg-Merzhausen – beide stammen aus den 1970er Jahren und in den Kammern beginnt die Beschichtung abzublättern – werden in den Haushalt Planungsraten von je 6000 Euro eingestellt. Das Geld wird dafür verwendet, Bauwerksuntersuchungen an den Hochbehältern vorzunehmen, um dadurch den tatsächlichen Sanierungsbedarf ermitteln zu können.

Die für 2012 vorgesehenen Investitionen im Vermögenshaushalt werden über die Umlage der Mitgliedsgemeinden Merzhausen, Au, Wittnau und Sölden (58 140 Euro), die Zuführung vom Verwaltungshaushalt (116 150 Euro) und eine Kreditaufnahme von 90 000 Euro finanziert. Die Schulden des Zweckverbandes betragen zu Beginn des kommenden Jahres 1,958 Millionen Euro. Durch Kreditaufnahmen und eine ordentliche Tilgung werden sie sich Ende 2012 auf 2,008 Millionen Euro erhöhen. Die Pro-Kopf-Verschuldung beträgt 226 Euro.

2013 und 2014 stehen laut Finanzplanung der Kauf zweier Fahrzeuge für die beim Zweckverband angestellten Wassermeister (Kosten 35 000 Euro), die Betonsanierungen im Hochbehälter Schlossberg-Au und Schlossberg-Merzhausen (jeweils 80 000 Euro) und die Dachsanierung des Hochbehälters Schlossberg-Merzhausen mit 70 000 Euro an.

Den Haushaltsberatungen ging ein Sachstandsbericht über Sanierungsarbeiten im laufenden Jahr voraus. So wurde unter anderem im Juni entlang der Straße zwischen Merzhausen und Au ein neues Steuerkabel verlegt, der Verteilerschacht an den Tennisplätzen saniert und verschiedene Pumpen, Schieber und Wasserzähler im Wasserversorgungsnetz erneuert und die Be- und Entlüftungsrohre an einigen Hochbehältern ausgetauscht. Bei allen Maßnahmen wurde der Kostenrahmen eingehalten oder sogar unterschritten – möglich war dies durch Bündelausschreibungen. "All diese Unterhaltungsmaßnahmen wurden jahrelang verschleppt und sind dringend notwendig", machte der Vorsitzende des Zweckverbands, Wittnaus Bürgermeister Enrico Penthin, deutlich, "wir reden hier vom wichtigsten Lebensmittel. Unser Wasser sollte uns etwas wert sein."

Autor: tab