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20. Dezember 2011
Vom Trommellied bis zur K-.O.-Kasse
Die Sängerrunde Au präsentierte bei der Weihnachtsfeier Konzert und Theaterstück.
AU. Gut besetzt waren die Tische bei der Weihnachtsfeier im Bürgerhaus Au. Der Männergesangverein Sängerrunde Au hatte zu einem abwechslungsreichen Programm mit Sang und Klang sowie Spiel und Spaß bei Tombola und Theaterstück eingeladen.
Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Wolfgang Schanz, der auch die Moderation des Abends übernommen hatte, läuteten die Sänger unter der Leitung von Richard Klein auf traditionelle Weise mit dem "Trommellied" und schwungvoll mit den Gospels "God down Moses" und "My Lord, what a morning" das adventliche Musikprogramm ein. Danach steuerten die Damen des Hexentäler Flötenensembles geführt von Maria Schneider stimmungsvolle Klänge bei, die von der Sopran- bis zur Bassblockflöte vierstimmig internationale Weihnachtslieder interpretierten. Sodann erfreute der Nachwuchs des Musikvereins Au mit Blasmusikbearbeitungen traditioneller Weihnachtslieder.
Bis in die Kulissen hinein beanspruchte das überaus zahlreich besetzte Orchester des Musikvereins Au die Bühne des Bürgerhauses. Das große Bläserensemble brachte zunächst mit "A Rockin’ Christmas" von Adrian Falk mächtig viel Schwung in die besinnliche Vorweihnachtszeit. Kraftvoller Big-Band-Sound erklang in den Arrangements von Alan Fernie (Autumns Leaves; I wish I knew, how it would feel to be free), die die Musiker unter der Stabführung von Rolf Mandel punktgenau und mit gekonnt vorgetragenen Soli darboten.
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Doch auch die Herren der Sängerrunde Au sind zeitgenössischen Klängen durchaus nicht abhold und präsentierten neben eher traditionellem (australischem) Liedgut wie "Morgen Mathilda" auch modernere Popsongs (Die Rose; Wenn nicht jetzt, wann dann; Ein Stern, der deinen Namen trägt) in der Bearbeitung für vierstimmigen Männerchor. So viel Einsatz und sängerisches Können wurde auch mit einer anrührenden Zugabe belohnt, das sich eines der gleich drei Geburtstagskinder des Chores gewünscht hatte: "Warum bist du gekommen? (Bajazzo)".
Nach der Pause kam es dann zum als Schwank angekündigten Eklat in Au: Opa Schluckspecht (Bernd Kloos) wird von der Polizei (Klaus Arndt) heimgebracht, weil er sturzbetrunken mit seinem Rollstuhl im Merzhauser Kreisel aufgegriffen wurde. Hintergrund der väterlichen Eskapaden ist der bauernschlaue Plan der Tochter (Gertrud Schätzle, die auch für den Text und die Regie verantwortlich zeichnet), den kerngesunden Vater als Pflegefall zweckzuentfremden, um an das Pflegegeld der Krankenkasse zu kommen. Nach eingehender Befragung durch Frau Dr. Bargeld (Ilse Nober) von der K.O.-Kasse stellt sich der schwere Pflegefall allerdings eher als schwerer Fall von Simulantentum heraus.
Gleichwohl zeigt Frau Dr. Bargeld während der Weihnachtsfeier durchaus Verständnis für die finanziellen Nöte der Familie und macht, statt eine Anzeige zu erstatten, konstruktive Vorschläge, wie man durch den Ausbau der Scheune in ein Heuhotel die Familienkasse aufbessern kann.
In weiteren Rollen waren als trinkfreudiger Bauer Hubert Müller sowie Gerald Schätzle und Birgit Kloos als Pärchen mit eigenwilligem Liebesleben zu sehen.
Autor: Hans Jürgen Kugler
