Auch in Haikus kann Heimat stecken

kst, bz

Von Klaus Brust & BZ-Redaktion

Di, 20. März 2018

Hausen im Wiesental

Veranstaltung bei der Muettersproch-Gsellschaft mit Christa Heimann und Anita Möhring in Hausen.

HAUSEN (kst). Die Muettersproch-Gsellschaft Gruppe Wiesental hatte ins Hebelhaus eingeladen – und viele kamen aus nah und fern. Christa Heimann und Anita Möhring waren – passend zu ihren Gesangs- und Gedichtvorträgen – in Markgräfler Tracht erschienen. Heimat, Menschen, Kultur und der Jahreslauf standen im Mittelpunkt ihres Vortrages.

Mit ihren ersten Liedbeiträgen "Lieblichi Heimet, mi Markgräfler Land" und "Zyt isch do" wurde der Frühling besungen. Gitarrenbegleitung von Anita Möhring, ihr Gesang und die Stimme von Christa Heimann ergänzten sich wohltuend. Christa Heimann begann ihre Lesung mit Gedanken und Empfindungen über den Frühling. Sie nahm die beifallsfreudigen Zuhörer an die Hand, führte sie in die schönste Zeit des Jahres, ob als träumendes Kind oder sehnsüchtiger Erwachsener, beobachtete genau das Erwachen der Natur, das Rauschen im Quellengrund. Christa Heimann las aus ihrem neusten Buch "Auf den Flügeln der Zeit", in hochdeutscher Sprache.

Die Dichterin stellte den Begriff Heimat in das Zentrum ihrer Betrachtungen. Sonette und Haikus – eine traditionelle japanische Gedichtform – waren Ausdrucksweise der Gefühle und gipfelten in lustigen Versen zur Frühjahrsmüdigkeit. Bei den vertrauten Volksliedern "Wahre Freundschaft" und "Wem Gott will rechte Gunst erweisen" sangen die Zuhörer kräftig mit.

Im dritten Teil ihrer Lesungen ging Christa Heimann auf das Wandern, das Staunen mit Herz im Zaubergarten Natur und die Dankbarkeit für das Leben ein. Tiergeschichten und Erinnerungen aus ihrem Tagebuch, wo Vergangenes zur Gegenwart wurde, rundeten die Darbietungen ab. Als gar noch Gerhard Jungs bekanntes Lied "Rutsch e bizzeli nöcher" und der "Bajazzo" erklangen, waren sich alle einig, zwei wunderschöne Stunden miterlebt zu haben.