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Auch nach dem Sieg in Hoffenheim gibt es viele Baustellen bei Bayern München

Otto Schnekenburger

Von Otto Schnekenburger

So, 20. Januar 2019 um 12:16 Uhr

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Der Sonntag Nach dem Spiel in Hoffenheim musste Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic bekennen, dass es in Sachen Neuzugänge nichts Neues zu vermelden gibt bei den Münchnern.

Es wird wieder frohlockt an der Säbener Straße: Der Rückrundenauftakt in Hoffenheim ist gelungen, mit dem 3:1 im Kraichgau gab es nun sechs Siege in den letzten sechs Ligaspielen.

Der Rekordmeister, der zur Vorrundenmitte arg ins Straucheln geraten war, hat sich also berappelt. Selbst der BVB ist – trotz seines Siegs in Leipzig – wieder in Sichtweite. Aber mehr auch noch nicht.

Wieder einmal gelang dem Team von Trainer Niko Kovac keine souveräne Leistung über eine volle Spielzeit, nach dem Hoffenheimer Anschlusstreffer gerieten die Münchner bisweilen in Nöte, ein neuerlicher Punktverlust war nicht weit entfernt. Wieder einmal sind außerdem die "Altmeister" Arjen Robben und Franck Ribery verletzt gemeldet, konnten zumindest beim Gastspiel beim Team von Julian Nagelsmann nicht mittun.

Die Leistungen ihrer Backups Kingsley Coman und Serge Gnabry schwanken, die großen Hürden für das Starensemble warten erst noch. Mit dem FC Liverpool, der unter Trainer Jürgen Klopp derzeit in der englischen Premiere League vorneweg marschiert, bekamen die Münchener einen Gegner zugelost, gegen den das Ausscheiden im Achtelfinale der Champions League keine Sensation wäre. Und selbst im DFB-Pokal dürfen sich die Bayern angesichts eines Auswärtsspiels bei der Berliner Hertha noch nicht im Viertelfinale fühlen.

Aber nicht nur das: Nach dem Spiel musste Bayern Sportdirektor Hasan Salihamidzic bekennen, dass es in Sachen Neuzugänge nichts Neues zu vermelden gibt. Den Winter-Transfer von Lucas Hernandez von Atlético Madrid hat Salihamidzic offenbar schon abgehakt, auch beim Chelsea-Talent Callum Hudson-Odoi scheint er nicht so recht voranzukommen. Bei Hernandez liest man in Bezug auf den Sommer von einer Ausstiegsklausel von 80 Millionen Euro, bei Hudson-Odoi von einem in Aussicht gestellten Jahresgehalt von fünf Millionen Euro bei den Bayern. So richtig billig scheinen die geplanten Transfers nicht zu werden.

Mit dem Stuttgarter Defensivspieler Benjamin Pavard kommt schließlich zwar ein "amtierender Weltmeister" an die Isar; dessen Leistungen bei den Schwaben in der Vorrunde waren allerdings alles andere als berauschend. Der FC Bayern hat also noch jede Menge offene Baustellen. Sowohl in Sachen Rückrunde als auch in Sachen mittelfristige Zukunft.