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25. November 2009 13:54 Uhr

Bildungsstreik

Audimax-Besetzer legen konkrete Forderungen vor

Seit 10 Tagen besetzen Freiburger Studenten das Audimax - nun haben sie erstmals konkrete Forderungen vorgelegt. Unterstützung erhielten sie von rund 2000 Demonstranten in der Freiburger Innenstadt. Der Tag im Rückspiegel.

  1. Nach einer langen Nacht endlich fertig: Die Forderungen der Studenten. Foto: Bernd Landwehr

16 Uhr: Der Platz der Alten Synagoge leert sich – ein turbulenter Demo-Nachmittag geht zu Ende. Am Donnerstag will Uni-Rektor Schiewer Stellung zu den Forderungen der Studenten nehmen.

15:45 Uhr: Die Studenten übergeben Daniel Sander von der Freiburger CDU ihren Forderungskatalog. Sander zeigt sich offen für den Protest. Er werde die Forderungen an die entsprechenden Stellen weiterleiten. Nach dieser letzten Übergabe ziehen die Studenten weiter zurück zum Platz der alten Synagoge. Zwischenzeitlich waren mehr als 2000 Demonstranten auf der Straße. Harry Hochuli, Leiter des Polizeireviers Nord, zieht eine positive Bilanz, es sei alles sehr friedlich abgelaufen. Zurück bleibt ein versprengter Haufen von etwa 600 Studenten.

15:20 Uhr: Zwölf Polizisten sichern den Eingang des Rektorats ab. Die Studenten schlagen ihre Forderungen symbolisch an das Rektorat an. Rektor Schiewer kommt heraus und spricht zu der Masse. "Ich finde es gut, dass der Forderungskatalog steht und dass es eine Grundlage gibt, auf der wir diskutieren können", sagt Schiewer zu den Studenten. Er werde das Papier jetzt durcharbeiten und lade die Studenten am Donnerstagabend zu einer Diskussion in den Hörsaal Nr. 2004 im KG II ein. Dann werde er zu dem Katalog konkret Stellung nehmen. Eine Studentin ruft daraufhin: "Wie laden Sie ins Audimax ein. Wir sind die, die hier die Forderungen stellen." Danach applaudierten die Studenten und rufen: "Wir halten das Audimax besetzt und wir entscheiden, wann wir gehen."

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15 Uhr: Die Uni-Besetzer haben einen Forderungskatalog erarbeitet, den sie auf dem Fahnenbergplatz an Uni-Rektor Hans-Jochen Schiewer übergeben. Zuvor hatten der Freiburger Oberbürgermeister Dieter Salomon hat bereits ein Exemplar bekommen.

14:50 Uhr:
Mittlerweile haben sich rund 2000 Studenten dem Demonstrationszug angeschlossen. Sie ziehen durch die City in Richtung Rektorat am Fahnenbergplatz und wollen dann weiter zur CDU-Geschäftsstelle an der Eisenbahnstraße.

14:40 Uhr: An der Ecke Rathausgasse – Kaiser-Josef-Straße richtet Salomon das Wort an die Stundeten. Ihrer Forderung, die Grünfläche auf dem Platz der Synagoge zu erhalten, erteilt er dabei eine Absage. "Das ist keine willkürliche Idee. Die neue Platzgestaltung sieht nicht nur Beton, sondern hochwertige Platten vor." Daraufhin pfeifen die Demonstranten den OB lautstark aus, lachen und rufen: "Wiese, Wiese!"

14:15 Uhr: Da der Demonstrationszug sich nicht durch den Weihnachtsmarkt auf dem Rathausplatz zwängen kann, übergibt eine Delegation aus acht Studenten die Forderungen an Oberbürgermeister Dieter Salomon. "Wir hoffen, dass Sie auf uns zukommen werden, um sie mit uns zu diskutieren", sagt Jakob Lohmann von der Studenten-Delegation. Salomon erklärt sich daraufhin spontan bereit, den Demonstrationszug in Richtung Uni-Rektorat zu begleiten. "Damit haben wir nicht gerechnet", sagt Lohmann erfreut. Der OB erklärt allerdings auch, dass er die Forderungen erst durchlesen müsse, bevor er sich inhaltlich dazu äußern könne.

14 Uhr: Die Studenten haben mit einer Sitzblockade kurzzeitig den Straßenbahnverkehr in der Kaiser-Josef-Straße zum Stehen gebracht. Sie tanzen und singen auf der Straße. Dazu dröhnt die Musik aus den Lautsprechern des Demonstrationswagens.

13:35 Uhr: Der Demonstrationszug hat auf dem Weg in die Innenstadt eine Länge von mehreren Hundert Metern erreicht. Acht Polizisten geleiten den Marsch vorne weg, gefolgt von der großen Masse der Studenten. Alles läuft sehr friedlich ab.

13:23 Uhr: Hochuli erwartet, dass die Demonstration ähnlich friedlich verlaufen wird wie die Kundgebung in der vergangenen Woche. Vor der Demo haben die Studenten die Aktion "Bildunggrippe" gestartet. Teilnehmer laufen dabei mit Schutzanzügen und Atemmasken herum. Einige wollen so wohl das Vermummungsverbot unterlaufen. Sie möchten nicht von der Presse fotografiert werden.

13:20 Uhr:
Das Stadttheater Freiburg hat sich mit den Studenten solidarisiert. An dem Gebäude hängt ein Banner mit der Botschaft "We cannot not change the Uni".

13:15 Uhr: Auf dem Rotteckring haben die Studenten spontan eine Menschenkette gebildet und blockieren so die Straße. Vor Ort sind nach ersten Schätzungen der Polizei etwa 1600 Studenten. "Das sind deutlich mehr als angemeldet", sagt Harry Hochuli, Leiter des Polizeireviers Nord, gegenüber der BZ.

Autor: Alexandra Sillgitt, Oliver Huber