Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.
14. Juni 2012
Auf die Schnelle in die Bezirksliga
Fussballaufsteiger: Der SV Nollingen setzt als Meister der Kreisliga A seinen Höhenflug fort / Eigene Jugend solide Basis.
FUSSBALL. Schon wieder überholt ein Rheinfelder Vorortverein die einstigen Fußballgrößen der Stadt. Innerhalb eines Jahres gelang dem SV Nollingen das Kunststück, von der Kreisliga B in die Bezirksliga Hochrhein aufzusteigen. Der SC 03 und der VfR, die bald zum FSV Rheinfelden fusionieren, verharren weiter auf Kreisliga-Niveau. Dabei wollte sich der SV Nollingen nach dem Aufstieg in die Kreisliga A, auf den die Grün-Weißen 19 Jahre warten mussten, zunächst nur etablieren und die Großen etwas ärgern. Nun sind sie in der Staffel II selbst die Größten geworden.
Auf die Frage nach dem vermeintlichen Geheimnis dieses rasanten Aufstiegs sagt Spielertrainer René Granig (27) wie aus der Pistole geschossen: "Der saubere und gute Zusammenhalt innerhalb des Teams." Abteilungsleiter Konrad Enz, Co-Trainer und Jugendcoach in Personalunion, verweist ergänzend auf die Tatsache, dass die Aufstiegself fast komplett zusammengeblieben ist, aber auch auf die gelungene Saisonvorbereitung und die Qualität des engagierten Trainers.Konrad Enz ist Dreh- und Angelpunkt der Fußballabteilung beim SVN. Mit Stolz blickt er auf die Jugendabteilung, die mit 300 Jugendlichen von den F- bis zu den A-Junioren durchgängig besetzt ist und von Erich Fuhrler umsichtig geleitet wird. Daneben gibt es ein Frauenteam, dessen Nachwuchs sich aus zwei Mädchenmannschaften (Verbandsliga B-Juniorinnen) rekrutiert.
Werbung
"Ein Selbstläufer war die Meisterschaft absolut nicht", sagt René Granig auch aus der Perspektive als Spielertrainer. Tatsächlich bedurfte es eines Herzschlagfinales im Fernduell mit dem SV Eschbach, das die Nollinger Kicker gegen den VfB Waldshut glücklich mit 1:0 für sich entscheiden konnten. Es war das 17. Saisonspiel, das die Meisterelf ohne Gegentreffer beendete. Prunkstück war somit die stabile Abwehr mit dem überragenden kubanischen Ex-Nationaltorhüter Dany Quintero, der beim SVN bereits im Vorjahr in der Aufstiegsmannschaft stand. Eher mager fiel die Trefferausbeute aus (Torverhältnis 47:15), wovon Granig die meisten erzielte (10).
Der gerade 15 Akteure (Durchschnittsalter 22 Jahre) zählende Spielerkader, aus dem sich Pablo Fuente (zurück nach Argentinien) und Dany Quintero (wahrscheinlich zum SV Weil) verabschieden werden, soll überwiegend durch Eigengewächse und vorerst drei neuen Spielern (Enz: "aber keine Stars") auf 20 aufgestockt werden. Der bereits in der Jugend beim SVN spielende Vincent Nchifor wird bleiben, weitere ehemalige Nollinger Spieler sollen zurückgeholt werden. Thomas Fuhrler, der Sohn des Jugendleiters, wird das Team im Trainerstab unterstützen, soweit es sein Beruf und die Verpflichtung als Verbandsligaspieler beim SV Weil zulassen. "Wir wollen unseren eigenen Verein weiterentwickeln" sagt SVN-Chef Enz. Am 5. Juli beginnt das Training für die Bezirksligasaison.
Autor: Reinhold Nagengast



