Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

09. Juli 2012

SC Freiburg II

Auf einem "unbeschwerten" Mittelfeldplatz in Ruhe ausbilden

SC Freiburg II: Die Ausbildung der Talente steht weiterhin uneingeschränkt im Fokus in der Freiburger Fußballschule.

  1. Die Neuen beim SC II (von links, hinten): Amir Falahen (Angriff), Pierre Göppert (Abwehr), Mohamed Gouaida (Angriff), Nico Guthjahr (Mittelfeld), Sandro Knab (Mittelfeld), Marco Raimondo-Metzger (Abwehr/Worms). Vorne: Tim Schraml (Mittelfeld/Göppingen), Mike Schulz (Abwehr), Dominik Bergdorf (Torwart), Caleb Stanko (Mittelfeld) und Oguzhan Tasli (Angriff, alle 19 Jahre). Foto: PFR

FUSSBALL (pfr). In der zurückliegenden Saison hat die nochmals stark verjüngte Mannschaft des SC Freiburg II eine gute Entwicklung vollzogen. Am Ende kam das Regionalliga-Team von Trainer Xaver Zembrod auf eine ungewöhnlich ausgeglichene Bilanz: 49 Punkte bei 49:49 Toren. Platz acht in der Endabrechnung lässt für die kommende Saison noch einiges erwarten.

Der Trainer: Mit der Arbeit des 45-jährigen Xaver Zembrod sind die Verantwortlichen im Freiburger Osten sehr zufrieden. Zembrod sei ein Glücksfall für den SC, so Jochen Saier, der Leiter der Freiburger Fußballschule. Mit viel Ruhe und Einfühlungsvermögen spricht Zembrod die Talente im täglichen Training und bei den Spielen direkt an. Verknüpft mit einem Schuss Teamgeist sollen nicht nur der Einzelne, sondern auch die Mannschaft zum Erfolg geführt werden. Bevorzugt wird von Zembrod und dem 48-jährigen Co-Trainer Uwe Staib ein offensiv orientiertes 4-4-2-System. Je nach gegnerischer Taktik wird jedoch flexibel variert.

Die Mannschaft: Das Team für die Saison 2012/13 hat sich nochmals kräftig verändert. Erneut gibt es einen kräftigen Schnitt. Verlassen haben die Breisgauer Sven Lissek (20), Manuel Salz (26, beide Torhüter); Ufuk Budak (22, A-Nationalspieler Aserbaidschan), Marc Endres (21, beide Abwehr); Gabriel Gallus (23, Mittelfeld); Abdel Aziz Amro Tarek (20), Uwe Zangl (22, beide Angriff). In den Profikader aufgerückt ist der französische Stürmer Mounir Bouziane (21). Die Abgänge zählten durchaus zu den Stammkräften in dem Kader, der durch den Wechsel von Immanuel Höhn, Oliver Sorg und Jonathan Schmid zu den Profis ausgedünnt war. Die neuen Spieler kommen überwiegend von den Bundesliga-A-Junioren des SC, die mit dem erneuten Gewinn des DFB-Pokals für Furore gesort hatten. Von außerhalb des Vereins wurden Marco Raimondo-Metzger (19, Verteidiger, Wormatia Worms) und Mittelfeldspieler Tim Schraml (19, 1. Göppinger SV) verpflichtet. Mit der bisherigen Zusammensetzung ist das Durchschnittsalter des Kaders weiter gesunken und der SCF dürfte damit mit einem der jüngsten Teams in die neue Spielzeit starten.

Werbung


Das ist gewollt und die Jungen dürfen und sollen früh Verantwortung übernehmen. Ein erfahrener Leitwolf, wie es zuletzt Daniel Sereinig war, ist nicht in Sicht. Die Weiterentwicklung des Nachwuchses in der fast neuen Regionalliga Südwest ist in vollem Gange und mit spielerischen Mitteln wird der SC Freiburg II die Aufgabestellungen im Männerfußball zu lösen versuchen. Die Heranführung ans Profiteam ist ein durchaus erreichbare Ziel, wie es die jungen Männer in der Bundesliga jüngst eindrucksvoll bewiesen haben.

Das Ziel: Die Ausbildung der Talente steht weiterhin uneingeschränkt im Fokus in der Freiburger Fußballschule. Ein Saisonziel wird deshalb nicht genauer definiert, aber Zembrod liebäugelt mit einem "unbeschwerten Mittelfeldplatz". Das wäre auch die Grundlage, um in Ruhe ausbilden zu können.

Der eine oder andere aus dem Regionalligateam könne mit guter Arbeit im Training und Spiel, Geduld und Wille eine Empfehlung für die Profis bekommen, so blickt Zembrod nach vorne. Er stuft "seine" Kicker als sehr hoch talentiert ein. Der nächste Schritt können alle schaffen. Jochen Saier sagte: "In unserer Zweiten geht die Ausbildungskette weiter."

Autor: pfr