Aufruf zum Dialog

dpa

Von dpa

Mi, 24. Oktober 2018

Theater

Theater wollen verstärkt Raum für Diskurse bieten.

Die Theater wollen sich als Diskursorte für Menschen gegensätzlicher Positionen anbieten. "Wir erleben als Theater sehr stark, dass wir in einer Gesellschaft leben, die unter hoher Spannung steht, sich zunehmend polarisiert und manchmal auch radikalisiert", sagte der Geschäftsführende Direktor des Deutschen Bühnenvereins, Marc Grandmontagne, am Dienstag in Magdeburg nach einem Treffen des Ausschusses für Künstlerische Fragen.

Theater oder auch Museen seien kulturelle Orte der Öffentlichkeit und könnten ihre politische Dimension nicht verneinen. Die Kultureinrichtungen seien auf der Suche nach neuen Formen, die einen Diskurs ermöglichten, sagte der Vorsitzende des Ausschusses für Künstlerische Fragen Holger Schultze. Zusätzlich zu Aufführungen gebe es etwa Formate, in denen zu bestimmten Themen zum Dialog zwischen Künstlern und Bürgern eingeladen werde. "Wir haben im Augenblick das Gefühl, dass gerade der Ort des Gespräches zusätzlich zur Aufführung sehr wichtig ist, dass das Bedürfnis des Publikums nach Austausch wieder viel wichtiger in unserer Gesellschaft wird", sagte Schultze, Intendant des Theaters Heidelberg.