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13. Oktober 2014

"Im Westen nicht Neues"

Thema Bahn im Auggener Rat.

AUGGEN. Ein Sachstandsbericht zum Neu- und Ausbau der Rheintaltrasse ist laut einem Ratsbeschluss Thema in jeder Gemeinderatssitzung in Auggen. Derzeit sei die Unterarbeitsgruppe für die Kernforderung sechs des Projektbeirats dabei, ein Positionspapier auf den Weg zu bringen, das die Vorteile der sogenannten "Besten Lösung" in den Vordergrund stelle, informierte Bürgermeister Fritz Deutschmann und kommentierte das mit dem Satz: "Im Westen nichts Neues."

Bei den Vorteilen der Alternativtrasse gehe es darum, dass diese nutzungsorientierter sei als die Antragstrasse der Bahn. Dies nicht nur für die Bürger und einen verbesserten Fahrplan, sondern auch hinsichtlich einer Verbesserung der Betrieblichkeit und Kapazität der Deutschen Bahn, betonte der Bürgermeister. Geklärt werden soll in dem Positionspapier auch eine Optimierung der Kosten.

Dank des Bundestagsabgeordneten Armin Schuster (CDU) sowie der Landtagsabgeordneten Bärbl Mielich (Grüne) und Christoph Bayer (SPD) sei es gelungen, diese Unterarbeitsgruppe zu installieren. Ziel sei, dass die Klotzgemeinden vom Güterzugverkehr verschont werden und alle Güterzüge durch den Katzenbergtunnel fahren. Das könne man erreichen, so Fritz Deutschmann: "Wenn auch weiterhin alle zusammenhalten." Wichtig sei aber, dass sich nicht nur der Bund, sondern auch die Landesregierung Baden-Württemberg finanziell engagiere, da die Bahn nicht nur Bundessache sei.

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Peter Pilger, im Bürgerbündnis Bahn Markgräflerland (BBM) der zuständige Vorsitzende für die Gemeinde Auggen, erklärte, dass man trotz einiger Pressemitteilungen zum fehlenden Engagement der Landesregierung die Hoffnung auf die Umsetzung der "Besten Lösung" nicht aufgegeben habe. Er forderte dazu auf, den Ausbau der Rheintaltrasse auch in Richtung öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) weiter zu denken. Auch dieses Thema müsse endlich "ganz oben" in der Politik ankommen, sagte Pilger.

In den letzten Wochen sei wegen der Sommerferien wenig gelaufen, bedauerte Gemeinderat Gerhard Danner und fragte, ob man nicht erneut die Bürger informieren und motivieren sollte. Mitten in der Weinlesezeit sei das schwierig, so Pilger. Es sei aber noch im Monat Oktober ein Gespräch anberaumt mit Vertretern der Bahn und den Bürgerinitiativen BBM, Mut und IG Bohr. Erst danach werde und könne man erneut die Öffentlichkeit in einer Informationsveranstaltung über den Inhalt und den Ausgang der Gespräche in Kenntnis setzen, versicherte Peter Pilger.

Die Projektgruppe Bahn, die Unterarbeitsgruppe und die Bürgerinitiativen hätten nur noch bis Ende November 2014 Zeit, um alle Positionen darzulegen, betonte Pilger. Die Zeit sei beschränkt, weil Michael Odenwald, Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium Berlin, signalisiert habe, er werde voraussichtlich Ende Dezember oder spätestens im Januar 2015 eine Entscheidung darüber treffen, ob die Kernforderung 6 realisiert werden könne, informierte der Bahnbündnisvorsitzende Peter Pilger.

Autor: Sigrid Umiger