Leserbriefe

Dietrich Schwanke, Auggen

Von Dietrich Schwanke & Auggen

Di, 09. Dezember 2014

Auggen

AUSBAU RHEINTALBAHN

Mangel sollte sich nicht wiederholen Zwei Leserzuschriften haben uns zum Fackelzug gegen die Antragstrasse in Auggen erreicht. Der BZ-Artikel "Brennen für die Tieflage" erschien am 8. Dezember.

Zahlreiche Bürger aus der Region, sowie Kommunalpolitiker, Kreis-, Land- und Bundestagsabgeordnete, sowie die Spitzen vieler Kommunen waren gekommen, die neuesten Ergebnisse der von den Bürgerinitiativen und Verwaltungen ausgearbeiteten detaillierten Vorschläge zu erfahren, zu diskutieren und zu unterstützen. Ein Schreiben vieler Wirtschaftsunternehmen wies darauf hin, wie wichtig es für die Erhaltung von Arbeitsplätzen ist, eine zukunftsorientierte beste Lösung bei Ausbau der Rheintalbahn zu berücksichtigen. Bei der Diskussion wurde auch deutlich, dass bisher noch einzelne Aspekte von Beschwernissen bei den bisherigen Baumaßnahmen wie zum Beispiel im Bereich Schliengen zu wenig Beachtung geschenkt wurde. Eine Bürgerin aus Steinenstadt wies daraufhin, dass durch die Schallschutzwand bei Schliengen der Lärm auf ihren Ort reflektiert wird und dringend Abhilfe erforderlich ist. In diesem Zusammenhang muss auch noch einmal daran erinnert werden, dass bei den bisherigen Vorstellungen der besten Lösung noch nicht deutlich gemacht wurde wie in Müllheim und Auggen der barrierefreie behindertengerechte Zugang zu den Bahnsteigen gelöst werden soll. Es darf sich nicht der Mangel wie am Bahnsteig in Schliengen beim Neubau wiederholen. Ihren Forderungen an die Deutsche Bahn, das Land und den Bund verliehen die Demonstrationsteilnehmer durch einen Fackelzug und ein Mahnfeuer Nachdruck. Nun sollte aber bei Politik und Bahn auch das Feuer brennen unter den Sitzen und endlich Wirkung zeigen. Dietrich Schwanke, Auggen

Probleme mit der Glaubwürdigkeit
Am 6. Dezember in Auggen beim "Brennen für die Tieflage" hat die Müllheimer Bürgermeisterin Frau Siemes-Knoblich sich ordentlich am Landesverkehrsminister Hermann abgearbeitet und – offenbar auch parteipolitisch inspiriert – kräftig gegen ihn ausgeteilt. Inwieweit dies dem gemeinsamen regionalen Anliegen der Tieflage der neuen Bahngleise weiterhilft, ist für mich nicht erkennbar, zumal Frau SK seinerzeit beim Ministerbesuch in Müllheim eine gute und höfliche Gastgeberin war. Schließlich war es der nun so geschmähte Minister Hermann selbst, der die Tür für eine Diskussion der Tieflage im Projektbeirat weit aufgestoßen hat. Auch wenn eine Landesbeteiligung erwünscht ist und das Projekt der Tieflage entscheidend voranbringen könnte, so ist doch anzumerken, dass der Ausbau der Rheintalbahn eigentlich Bundessache ist. Aber es gibt noch ein weiteres Glaubwürdigkeitsproblem der Bürgermeisterin. Es verträgt sich nicht, auf der einen Seite vehement den Ausbau des Müllheimer Bahnhofs zu einem Vollknoten zu fordern und auf der Strecke Müllheim - Basel noch vehementer einen vom Land zu bezahlenden Halbstundentakt einzufordern, aber gleichzeitig auf der anderen Seite in ihrer eigenen Stadt und damit ihrem eigenen Zuständigkeitsbereich den für ein Mittelzentrum notwendigen Ausbau des ÖPNV seit ihrem Amtsantritt zu lahmen. Einen entsprechenden eindeutigen Gemeinderatsbeschluss wird versucht, auszuhebeln, zu verzögern, nicht umzusetzen und dabei die eigenen Ergebnisse ihres AK Mobilität zu ignoriert und deren (ehrenamtlich tätige) Mitglieder zu diffamiert. Ihre konventionelle "Verkehrspolitik" besteht in erster Linie aus den beiden die ganze Innenstadt umfassenden halbjährlichen Autoverkaufsschauen und vom Aufstellen weiterer Parkverbotsschilder am Bahnhof Müllheim und dem damit verbundenen gnadenlosen Abkassieren der von Parkplatznot geplagten ÖPNV-Nutzer.Karl-Detlef Schulz-Tavares, Müllheim