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19. Februar 2010
"The Buurefasnet is open"
Schlawinergilde Auggen proklamiert ihre närrische Kampagne / Beide Zunftabende sind am Wochenende im Exil in Steinenstadt.
AUGGEN. Wenn fast alle anderen Narren wieder schlafen, dann wachen die Auggener erst richtig auf. Am Mittwoch hat die Schlawinergilde ihre Buurefasnet proklamiert, mit dem Zunftruf "In Gott’s Name Proscht". Ehrensache ist, nicht nur beim Auftakt, dass die Schlawiner ihre Suppe selbst auslöffeln. Für einige Tage übernimmt die Gilde das Kommando auch im Rathaus und mahnt: "Viel a’gfange isch gli".
In Anlehnung an die Winter-Olympiade erklärte Oberschlawiner Axel Baßler: "The Buurefasnet is open." Weil die alte Winzerhalle aus Sicht der Fasnächter viel zu früh abgerissen wurde, finden die beiden Zunftabende am Wochenende im Exil statt, in der Baselstabhalle Steinenstadt. Die Proklamation bleibt jedoch wie die Kirche im Dorf, im Auggener Gasthaus "Zum Fass".Im Vorjahr feierten die Schlawiner ihre Kampagne unter dem Slogan: "S’ negschd Johr isch die Halle flach." So ist es auch gekommen. Und weil die neue Halle noch nicht steht, hat Ruthild Muser das neue Motto als sinnige Fortsetzung kreiert: "Viel a’gfange isch gli."
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Oberschlawiner Axel Baßler freute sich, dass alle gemeinsam an einem Strang ziehen, Schlawiner und Schoppeglas-Schlotzer – mit ihrer Chefin Imke Fleischhauer. Im vollbesetzen "Fass" begrüßte Axel Baßler auch seine Vorgänger, die Ex-Oberschlawiner und Ehrenmitglieder Gerda Reinecker und Heinz Broghammer. Dann verpflichtete der amtierende Gildechef den Schlawinerrat auf die neue Kampagne. Zu den Anordnungen gehört auch, dass während der Arbeit nur dünne Schorle erlaubt ist. Nichtnarren müssten durch die Zeit halt irgendwie durch, doch der Oberschlawiner meinte: "Euch alle gilt zum Troscht, mir sin bal wieder normal, in Gott’s Name Proscht."
Die ersten Fasnachtsorden erhielten Hans und Dorle Kittler, die ehemals langjährigen "Erbprinz-Wirte", aber auch die Gastgeber der jetzigen Schlawinerhöhle, dem "Fass", Marlene und Walter Grießhaber, genannt Poldi.
Die traditionelle Herdöpfelsuppe samt Ziebelewaie – je nach Wunsch mit und ohne Zwiebeln – wurde von Dorle Kittler, Harry Kittler und Marlene Grießhaber zubereitet. Für 80 Portionen Zwiebelkuchen mussten zehn Kilogramm Zwiebeln geschält und etwa fünf Kilogramm Speck fein geschnitten werden.
Die Zunftabende im Exil seien für alle Akteure eine große Herausforderung, insbesondere aber für Zeremonienmeister Dominik Kittler, der Auftritts-Organisator ist, sagte Axel Baßler. Alles in Steinenstadt ist noch ungewohnt. "Aber wir schaffen das", betonte die stellvertretetende Gildechefin Gaby Kiefer, denn altbewährt bleiben die Akteure und die Hausband "Atlantis".
Autor: Sigrid Umiger
