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10. Juli 2012
Aus Görwihl nicht mehr wegzudenken
Mit einem Festakt und einem Tag der offenen Tür wurde das Jubiläum der Sonnenhalde gefeiert.
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Beim Festakt am Freitag trafen sich (von links) Schulrat Markus Kistler, Gertraud Bessert, Sozialdezernent Reinhard Hoferer, Doris Junger vom Landratsamt sowie Bürgermeister Carsten Quednow Foto: Karin Stöckl-Steinebrunner
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Am Samstag beherrschten die bunten Marktstände das Bild rund um die Sonnenhalde Foto: Karin Stöckl-Steinebrunner
GÖRWIHL. Viele strahlende Gesichter waren rund um die Jubiläumsveranstaltungen der Sonnenhalde in Görwihl zu sehen. Geschäftsführer Harald Klingler, der den Festakt am Freitag moderierte, stellte die von Simone Lindau liebevoll zusammengestellte Festschrift vor. Am Samstag wurde sie an einem der bunten Marktstände auf dem Gelände der Sonnenhalde zusammen mit zierlichen Filzsonnenblümchen angeboten.
Die Mitbegründerin und langjährige Leiterin Gertraud Bessert, die sich auch heute noch zu Hause fühlt in "ihrer Sonnenhalde", ließ es sich nicht nehmen, am Freitag als erstes Betreute zu begrüßen, die seit den Anfängen der Institution bis heute dort leben. Sie sprach das Schicksalsnetz an, das in 60 Jahren mit Mitarbeitern, Kindern, Eltern und Behördenvertretern gewoben worden sei, die mit Vertrauen die Sonnenhalde gefördert und mit Verständnis gefordert hätten.
Görwihls Bürgermeister Carsten Quednow hob die kreisübergreifende Bedeutung der Sonnenhalde hervor, aber auch den mit rund 90 Mitarbeitern nicht zu unterschätzenden Wirtschaftsfaktor für die Gemeinde. Er betonte, die Sonnenhalde habe immer Wert darauf gelegt, ein integrativer Bestandteil des Dorfes zu sein. Schulamtsleiter Markus Kistler erklärte, eine Einrichtung wie die Sonnenhalde werde auch in Zukunft dringend gebraucht. Und Sozialdezernent Reinhard Hoferer erinnerte an die schrittweise Annäherung der Standpunkte des Instituts und der Behörde, die mit Offenheit, Wertschätzung und Respekt erfolgt sei . Simone Lindau hatte in Vertretung des Vorstands an die besondere Atmosphäre erinnert, die die Sonnenhalde begleitet habe. Auch Katharina Mauser von der Werksiedlung Kandern spürte dem Genius der Sonnenhalde nach, der unter anderem die Botschaft der unbedingten Bedeutung von Kunst beinhalte.
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Eingeleitet hatte den Festakt der Leierchor der Sonnenhalde. Zwischen den einzelnen Grußworten trug die Regiegruppe Goethegedichte vor, Berenike Birth spielte ebenso hinreißend wie professionell Harfenmusik von Prokofjew, Saint Sans und John Thomas und zum Schluss sang der Mitarbeiterchor, spontan unterstützt durch einige der Gäste. Am Abend gastierte die "Lichteurythmiebühne" Dornach in Görwihl.
Der Samstag begann mit der Schüleraufführung des fröhlich-bunten mexikanischen Märchenspiels "Die Froschjungfer" unter der Regie von Christine Dittrich, bei dem Kinder aus nahezu allen Klassen der Sonnenhalde auf der Bühne standen. Ein zusätzlicher Reiz der Aufführung war die jede Bewegung musikalisch umsetzende Harfenbegleitung von Betty Pettersson. Im Anschluss pflanzten Peter Marquart und Diana Baschnagel im Namen des Elternvereins zwei Zwetschgenbäumchen im Schulgarten. Dann setzte mit dem Tag der offenen Tür das fröhliche Markttreiben auf dem Gelände der Sonnenhalde ein. Die Marktstände boten Selbstgefertigtes aus den Werkstätten des Instituts an, die Besucher konnten sich die Ausstellung von Schülerarbeiten ansehen, im Festzelt spielte die Hotzenwald-Bauernkapelle auf, es gab einen Spieleparcours und am Nachmittag wechselten sich Märchenerzählen, mittelalterliche Musik mit Tanz der Gruppe Schellmery und das geführte Reiten ab.
Autor: Karin Steinebrunner





