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14. Juli 2012
Aus Salmen wird Wohnheim
Caritas will Wohngemeinschaft für zehn geistig Behinderte in Rhina Anfang 2013 beziehen.
LAUFENBURG-RHINA. Zum Jahresbeginn 2013 will die Caritas eine ambulante Wohngemeinschaft für zehn geistig Behinderte im ehemaligen Gasthaus Salmen in Rhina in Betrieb nehmen. Vorbild dieser Einrichtung ist das "Bonndorfer Modell". Die Caritas ist seit Juli Mieter des Gasthauses sowie des ersten Obergeschosses. Jetzt stehen aber zuerst Gespräche mit der Stadt sowie den unmittelbaren Nachbarn an.
Im Kern geht es bei diesem Modell darum, geistig Behinderte in einer Art Wohngemeinschaft dezentral aber dennoch wohnortnah unterzubringen. Betreuung findet nur morgens, abends und an den Wochenenden statt. "Vor allem als Hilfe zur Strukturierung", sagt Manfred Schrenk, Geschäftsführer der Caritas-werkstätten. Arbeiten werden die Bewohner tagsüber in den Werkstätten in Wallbach und Gurtweil.Bis jetzt leben die kommenden Laufenburger noch im Heim in Gurtweil oder bei ihren Eltern zuhause. Betreuer werden nicht in der Wohngemeinschaft Salmen übernachten, sagt Schrenk. Die Bewohner seien selbständig genug. "Für uns war die Infrastruktur sehr wichtig. Die Bushaltestelle liegt ja genau vor der Haustür." Das Modell des Gemeindenahen Wohnens für erwachsene Menschen mit Behinderungen hat sein Vorbild in Bonndorf. Dort leben seit November 2010 ebenfalls zehn Menschen mit geistiger Behinderung in einer Wohngemeinschaft zusammen. Erfolgreich, wie Manfred Schrenk betont.
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Bis es in Rhina soweit ist, steht allerdings noch einige Arbeit ins Haus. "Wir wollen vor allem das Gespräch mit den Nachbarn des Salmen suchen", sagt Schrenk. Schließlich sei es für eine solche Einrichtung wichtig, dass sie Akzeptanz erfährt. Denn die Caritas plant langfristig. Zehn Jahre laufe der Mietvertrag. Zudem müssen einige bauliche Veränderungen vorgenommen werden. Den Gastraum in der Form wird es dann die längste Zeit gegeben haben. Benötigt werden Einzelzimmer.
Deswegen wird mit dem Einzug nicht vor Jahresbeginn 2013 zu rechnen sein. Die Gemeinde Laufenburg ist bislang noch nicht in die Verhandlungen miteinbezogen. Er habe gehört, dass die Caritas etwas im Salmen plane, sagte Bürgermeister Krieger auf Nachfrage, wollte sich zu Details aber nicht äußern.
Autor: Michael Krug



